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Israel schickt nach Anschlägen Soldaten in die Städte

Israel schickt nach Anschlägen Soldaten in die Städte
Israel schickt nach Anschlägen Soldaten in die Städte
Atef Safadi

Nach einer Serie palästinensischer Anschläge schickt Israel Hunderte Soldaten in die Städte. Sechs Kompanien sollten dort die Polizeikräfte verstärken, teilte die Armee mit.

Genaue Zahlen wurden nicht genannt, es handelt sich jedoch zumindest um Hunderte Soldaten. Nach einem Beschluss des Sicherheitskabinetts darf die Polizei angesichts der fortdauernden Gewalt zudem arabische Viertel in Jerusalem abriegeln.

Das Sicherheitskabinett entschied in der Nacht zum Mittwoch, dass ein nach einem Anschlag zerstörtes Haus eines Terroristen nicht wieder aufgebaut werden dürfe. Auch das Eigentum von Attentätern solle beschlagnahmt werden. Außerdem dürften ihre Rechte als ständige Bewohner widerrufen werden.

Inmitten wachsender Spannungen ist es in den vergangenen Tagen zu einer Serie von Messerangriffen gekommen. Seit Beginn des Monats wurden sieben Israelis und 28 Palästinenser getötet. Ein Streit um die Besuchs- und Gebetsrechte auf dem Plateau des Tempelbergs in der Jerusalemer Altstadt hat die jüngste Gewaltwelle befeuert.

Allein bei zwei Attacken am Dienstag in Jerusalem waren drei Israelis und ein palästinensischer Angreifer getötet worden. Mehr als 20 weitere Menschen wurden verletzt, davon sechs schwer. Es war der bisher blutigste Tag während der seit knapp zwei Wochen anhaltenden Gewaltwelle.