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Jazz-Musiker Acker Bilk gestorben

Jazz-Musiker Acker Bilk gestorben
Jazz-Musiker Acker Bilk gestorben
Donald Macleod

Der Jazz-Musiker und Klarinettist Acker Bilk ist tot. Er starb im Alter von 85 Jahren nach längerer Krankheit, teilte seine Agentin Pamela Sutton mit. «Er war mein bester Freund und seine Musik war legendär», sagte sie.

Bilk war seit längerem an Krebs erkrankt und gab sein letztes Konzert im August 2013. Er starb nach Angaben der Agentin am Sonntag in einem Krankenhaus in der südwestenglischen Stadt Bath.

Der Brite, der mit richtigem Namen Bernard Stanley Bilk hieß, prägte den Jazz-Revival der 1950er und 1960er Jahre. Mit «Stranger on the Shore» wurde er 1962 zum internationalen Star. Er selbst sagte einmal, er «hasse» das Stück. «Es war nicht anders als der Rest und kam mir gerade so in den Kopf», sagte er über den Dauerhit, für den er vier Goldene Schallplatten erhielt.

Bilk, der im westenglischen Somerset geboren wurde, entdeckte seine Leidenschaft für die Klarinette im Armeedienst in Ägypten während der Suez-Krise. «In der Armee konnte ich Musikinstrumente ausleihen», sagte er in einem Interview zu seinem 80. Geburtstag. Bald darauf habe er seine eigene Band gegründet.

Er spielte zunächst in Jazz-Bars in Bristol. Sein großer Durchbruch kam aber in Düsseldorf, wo Bilk in einer Bierstube in den 1950er Jahren von einem PR-Agenten entdeckt wurde. Seinen einzigartigen Stil führte Bilk unter anderem darauf zurück, dass ihm nach einer Rauferei auf dem Schulhof zwei Zähne fehlten.

Im Jahr 2000 wurde bei Bilk Halskrebs diagnostiziert. Er hinterlässt seine Frau und Jugendliebe Jean, seine Tochter Jenny, für die er einen seiner berühmtesten Hits komponierte, und seinen Sohn Pete.