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Junger Supermarkt-Kunde bei Raubüberfall in Hannover getötet

Bei einem Raubüberfall auf einen Supermarkt in Hannover ist ein 21 Jahre alter Kunde getötet worden. Der junge Mann hatte am Donnerstagabend versucht, den Täter zu überwältigen. Im Handgemenge fiel ein Schuss.

Die Polizei fahndet mit Hochdruck nach dem etwa 40 Jahre alten Räuber. Gegen den Mann wird wegen Raubmordes ermittelt. Bei der Suche wurden auch Spürhunde eingesetzt.

Der Täter hatte das Geschäft im Stadtteil Stöcken im Nordwesten der niedersächsischen Landeshauptstadt kurz vor Ladenschluss betreten, die Kassiererin mit einer Waffe bedroht und Geld gefordert. Der 21-Jährige schritt nach den bisherigen Ermittlungen ein, nachdem die Frau bereits das Geld übergeben hatte. Ob der Räuber auf den jungen Mann zielte oder sich im Kampf ein Schuss löste, versucht die Polizei nun zu rekonstruieren. Die Leiche des jungen Mannes sollte am Freitag obduziert werden.

Die Polizei warnt immer wieder davor, sich als Zeuge von Straftaten selbst in Gefahr zu bringen. Stattdessen sollten Beobachter Hilfe rufen und sich Details für eine spätere Zeugenaussage merken.

Bei dem Überfall wurde ein zweiter Mann schwer verletzt. Den 29-Jährigen traf eine Kugel, als er den Supermarkt betrat. Er musste im Krankenhaus behandelt werden, schwebte aber nicht in Lebensgefahr. Es sei noch unklar, ob ein Schuss oder zwei Schüsse fielen, sagte Polizeisprecherin Jenny Mitschke.

Der Täter flüchtete mit einem Fahrrad. Er ist nach Zeugenaussagen etwa 1,60 Meter groß und korpulent, hat kurze, rotblonde Haare und spricht Deutsch mit osteuropäischem Akzent.

Bei dem überfallenen Geschäft handelt es sich um einen NP-Markt, der zur Gruppe Edeka Minden-Hannover gehört. Geschäftsführer Ralf Hawig erklärte: «Wir möchten der Familie des verstorbenen Kunden unser aufrichtiges Beileid aussprechen und dem verletzten Kunden alles Gute für seine Genesung wünschen.»