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Katholischer Priester gesteht Kindesmissbrauch

Katholischer Priester gesteht Kindesmissbrauch
Katholischer Priester gesteht Kindesmissbrauch
Karl-Josef Hildenbrand

Ein katholischer Priester hat vor dem Landgericht Würzburg den wiederholten sexuellen Missbrauch eines Jungen gestanden. «Ich möchte im Wesentlichen der Anklage zustimmen», sagte der 58-Jährige. Er sei jedoch nicht pädophil. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Kindesmissbrauch in 14 Fällen vor.

Der Geistliche soll sich zwischen 1993 und 1998 am Sohn einer Freundin vergangen haben. Der Junge war anfangs fünf Jahre alt. Er lebte zeitweise im Pfarrhaus des 58-Jährigen in Unterfranken, die Mutter arbeitete dort einige Jahre als Haushälterin. Der Angeklagte hatte sich 2011 an den Missbrauchsbeauftragten seines Ordens gewandt und selbst angezeigt. «Ich bedauere die Taten zutiefst», sagte er.

In dem Verfahren sind zunächst zwei weitere Prozesstage in dieser Woche angesetzt. Der Orden des Angeklagten hatte dem jungen Mann im vergangenen Jahr 80 000 Euro als Wiedergutmachung gezahlt.