Lyons Torjubel
Die Spieler von Lyon feiern gemeinsam das Tor zur 1:0-Führung von Cornet. Foto: Miguel A. Lopes/Pool EPA/dpa
Pep Guardiola
Manchester Citys Trainer Pep Guardiola (l) übergibt den Ball zur Ausführung eines Einwurfes an Fernandinho. Foto: Miguel A. Lopes/Pool EPA/dpa
Zweikampf
Manchesters Raheem Sterling (r) und Lyons Maxence Caqueret kämpfen um den Ball. Foto: Franck Fife/Pool AFP/dpa
Torwartparade
Lyons Torhüter Anthony Lopes (r) hält den Sieg seiner Mannschaft fest. Foto: Franck Fife/Pool AFP/dpa
Lyons 2:1
Die Spieler von Lyon jubeln nach dem erneuten Führungstreffer zum 2:1. Foto: Miguel A. Lopes/Pool EPA/dpa
Tor zum 1:1
Citys Kevin De Bruyne (l) schießt das Tor zum zwischenzeitlichen 1:1. Foto: Franck Fife/Pool AFP/dpa
Umkämpftes Viertelfinale
Manchesters Gabriel Jesus (2.v.l) versucht sich gegen mehrere Gegenspieler durchzusetzen. Foto: Franck Fife/Pool AFP/dpa
Champions League

Kein Bayern-Halbfinale gegen Guardiola: Lyon-Sieg gegen City

Kein Wiedersehen mit Pep: Der FC Bayern trifft im Halbfinale der Champions League nicht auf den englischen Spitzenclub Manchester City und Ex-Trainer Guardiola – sondern auf den mutigen Außenseiter Olympique Lyon.
dpa
Lissabon

Man City verlor das letzte Viertelfinale des Finalturniers in Lissabon überraschend mit 1:3 (0:1) gegen den französischen Verein, vor dem die Bayern gewarnt sein sollten. Im Achtelfinale hatte OL Juventus Turin und Superstar Cristiano Ronaldo aus dem Wettbewerb geworfen.

Maxwel Cornet (24.) und der eingewechselte Moussa Dembélé mit einem Doppelpack (79. und 87.) brachten die Franzosen auf Kurs Richtung Halbfinale am kommenden Mittwoch gegen die Bayern, die am Freitag den FC Barcelona mit 8:2 gedemütigt hatten. Man City um Nationalspieler Ilkay Gündogan erhöhte in der zweiten Halbzeit massiv den Druck, der zwischenzeitliche Ausgleich des früheren Bundesligaprofis Kevin De Bruyne (69.) war aber zu wenig.

Guardiolas Mannschaft begann in veränderter Grundordnung wie gewohnt mit viel Ballbesitz, gefährlicher in der Anfangsphase war dennoch Lyon. Der Außenseiter spielte mutiger, direkter, schneller. Der bei einer Ecke aufgerückte Abwehrspieler Marçal prüfte City-Torwart Ederson mit einem Distanzschuss (9.). Dem Führungstor ging ein langer, hoher Pass aus der eigenen Hälfte voraus. Karl Toko Ekambi behauptete den Ball gegen City-Verteidiger Eric García, Cornet kam zum Schuss und schloss überlegt mit links ab.

Der Sieg im Achtelfinale gegen Turin habe seinem Team enorm viel Selbstvertrauen gegeben, hatte Lyon-Trainer Rudi Garcia im Vorfeld gesagt: „Natürlich weckt das auch bei uns den Hunger, mehr zu erreichen.” Und City bekam das zu spüren.

Die hochkarätige Manchester-Offensive um De Bruyne und Englands Nationalspieler Raheem Sterling kam in der ersten halben Stunde zu wenig nennenswerten Aktionen. Die Bayern hatten zu diesem Zeitpunkt am Freitag schon mit 4:1 geführt. Guardiola rief angestrengt immer wieder Anweisungen ins fast menschenleere Estádio José Alvalade. Kurz vor der Pause prüfte Rodri Lyon-Torwart Anthony Lopes (43.).

„Hier gibt es immer Druck”, hatte Guardiola vor der Partie gesagt – der Titel in der Champions League hat für die Clubeigentümer aus Abu Dhabi schließlich höchste Priorität. „Das ist jedes Jahr dieselbe Frage.” Das Achtelfinale gegen das große Real Madrid hatten die Citizens mit zwei Siegen souverän gemeistert.

Gegen Lyon variierte Guardiola gut zehn Minuten nach der Pause die Formation. Riyad Mahrez kam für Fernandinho (56.), De Bruyne, der Lopes zunächst mit einem Freistoß prüfte (60.), rückte zunehmend auf die Position des Spielmachers. Lyon kämpfte weiter aufopferungsvoll, kam aber zunächst kaum noch zu Entlastungsangriffen.

Die Citizens kreierten weiterhin nur wenige Gelegenheiten, die eine für De Bruyne reichte zum Ausgleich. Dembélé traf dann für Lyon überraschend und aus abseitsverdächtiger Position, das Tor hielt aber der Überprüfung durch den Videoassistenten stand. Sterling vergab wenige Minuten vor dem Ende eine 100-prozentige Chance auf das 2:2 (86.), ehe erneut Dembélé mit seinem zweiten Treffer alles klar machte.

© dpa-infocom, dpa:200815-99-182703/2

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