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Kein zweites Silvester an Karneval: Köln stellt Konzept vor

Kein zweites Silvester an Karneval: Köln stellt Konzept vor
Kein zweites Silvester an Karneval: Köln stellt Konzept vor
Maja Hitij

Die Stadt Köln stellt heute ein neues Sicherheitskonzept für den Karneval vor. Es ist eine Konsequenz aus den sexuellen Übergriffen auf Frauen an Silvester.

Teilnehmer sind unter anderem die parteilose Oberbürgermeisterin Henriette Reker, der Leiter des Rosenmontagszuges, Christoph Kuckelkorn, und der neue Polizeipräsident Jürgen Mathies. Allein an Weiberfastnacht am Donnerstag (4.2.) sollen 2500 Polizisten in Köln auf der Straße sein.

In der Silvesternacht hatten Gruppen von Männern Frauen umzingelt, bestohlen und sexuell bedrängt. Darunter sollen viele Nordafrikaner gewesen sein.

Szenen wie in der Silvesternacht sollen sich auf keinen Fall wiederholen. «Selbstverständlich müssen wir jetzt nach der klaren Zusage "Sowas darf nicht mehr vorkommen" all unsere Kräfte auf diese neue Herausforderung konzentrieren», sagte Stadtdirektor Guido Kahlen der Deutschen Presse-Agentur. In der Stadtverwaltung ist man sich bewusst: Wenn es jetzt wieder schief geht, wäre der Ruf Kölns als Feier- und Ausgeh-Stadt wohl erst mal ruiniert.

Oberbürgermeisterin Reker sieht ihre Stadt ausreichend gerüstet für den Karneval. «Da habe ich nicht die geringsten Bedenken», sagte sie der Zeitung «Die Welt». Sie könne Besuchern die Teilnahme an den Festtagen bis Aschermittwoch in der Domstadt empfehlen. «Ich glaube persönlich sogar, dass jetzt wesentlich mehr Stellen in der Stadt sicherer sind.»

Reker kündigte als Konsequenz aus den Silvesterübergriffen an, dass dauerhaft mehr Sicherheitspersonal sichtbar sein werde. «Es wird
grundlegende Veränderungen geben, was die Präsenz von
Sicherheitspersonal angeht.» Man habe bereits im vergangenen Jahr beschlossen, die Stellenzahl beim städtischen Ordnungsdienst zu erhöhen.