VERLETZUNG AM OBERSCHENKEL

Kerber ist „zuversichtlich” für Australian-Open-Start

Angelique Kerber sieht ihren Start bei den Australian Open trotz ihrer Oberschenkelverletzung nicht gefährdet. „Ich bin zuversichtlich, dass ich das hinbekomme”, sagte die beste deutsche Tennisspielerin.
dpa
Angelique Kerber
Beim ersten Grand-Slam-Turnier der neuen Saison wird Angelique Kerber auf eine Qualifikantin treffen. Foto: Rob Prezioso/AAP/dpa
Melbourne.

Sie zeigte sich erleichtert, nicht gleich am ersten Turniertag am Montag gefordert zu sein: „Ich bin froh, dass ich am Dienstag spiele. Das hilft mir schon viel.” Beim ersten Grand-Slam-Turnier der neuen Saison wird die Weltranglisten-18., die am Samstag ihren 32. Geburtstag feiert, zunächst auf eine Qualifikantin treffen.

Am Mittwoch hatte Kerber in ihrem Achtelfinal-Match beim WTA-Turnier in Adelaide gegen Dajana Jastremska aus der Ukraine aufgegeben. „Der Schmerz war da, und ich wollte auch nicht zu viel riskieren”, sagte Kerber und sprach von einer Verhärtung in der hinteren Oberschenkel-Muskulatur.

Auch aufgrund des schwachen Saisonstarts will sich die dreimalige Grand-Slam-Siegerin nicht zu sehr unter Druck setzen. „Ich kann noch nicht ganz einschätzen, wo ich gerade stehe”, sagte sie. „Ich will mir ein bisschen Zeit geben, zurückzukommen, meinen Rhythmus zu finden. Es ist mehr ein Prozess für das ganze Jahr.”

Kerber hatte in der ersten Runde in Adelaide ihren ersten Sieg in diesem Jahr geschafft, nachdem sie zuvor in Brisbane gleich in ihrem Auftaktmatch gescheitert war. In der Saisonvorbereitung hatte sich die Australian-Open-Siegerin von 2016 bei einem Einladungsturnier auf Hawaii beim Aufwärmen verletzt und war zum Endspiel nicht angetreten.

Im Falle der erneut verrauchten Luft in Melbourne infolge der Buschbrände vertraut Kerber den Organisatoren. „Das ist natürlich eine ganz neue Situation für jeden”, sagte sie. „Aber ich bin mir sicher, dass die das gut hinbekommen und dass wir hier nichts riskieren. Ich denke, das ist Priorität Nummer eins.”

Die frühere Weltranglisten-Erste berichtete, die Spieler seien in mehreren E-Mails über die Situation informiert worden und stünden im Austausch mit den Organisatoren und dem medizinischen Team vor Ort. „Die kümmern sich, das muss ich sagen”, sagte Kerber.

Am Dienstag hatte die schlechte Luftqualität in Melbourne durch die Buschfeuer in der Nähe der australischen Millionen-Metropole auch die Qualifikation beeinträchtigt. Die Slowenin Dalila Jakupovic hatte nach einem Hustenanfall aufgegeben. Die Organisatoren hatten den Beginn der Matches nach hinten verschoben. Sie waren aber heftig dafür kritisiert worden, die Spiele abzuhalten, obwohl den Bewohnern von Melbourne geraten worden war, drinnen zu bleiben.

Am Wochenende soll die Luftqualität wieder schlechter werden. Die Hauptrunden-Partien des ersten Grand-Slam-Turniers der Tennis-Saison beginnen am Montag.

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