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Kita-Warnstreiks: Tarifverhandlungen gehen weiter

Begleitet von Kita-Warnstreiks in mehreren Bundesländern sind heute die Tarifverhandlungen für Erzieher und Sozialarbeiter fortgesetzt worden.

Arbeitgeber und Gewerkschaften ringen seit Wochen um einen neuen Tarifvertrag für die 240 000 Beschäftigten im kommunalen Dienst. Mit den Warnstreiks wollen die Beschäftigten den Druck erhöhen. Die Verhandlungen in Offenbach (Hessen) sind auf zwei Tage angesetzt.

In Bayern blieben nach Angaben der Gewerkschaft Verdi mehr als 400 Kitas geschlossen. Allein in München war es einer städtischen Liste zufolge mehr als jede dritte Einrichtung. Zu einer Kundgebung in der Stuttgarter Innenstadt versammelten sich laut Verdi bis zum Mittag rund 4000 Teilnehmer. Mehr als 700 Kindertagesstätten seien in Baden-Württemberg geschlossen geblieben.

In Mainz kamen rund 6000 Erzieher und Sozialarbeiter aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland zusammen. Auch vor dem Tagungshotel in Offenbach demonstrierten Tausende für eine Aufwertung ihrer Tätigkeit.

Die Gewerkschaften Verdi, GEW und dbb fordern eine höhere Eingruppierung, die den Beschäftigten Gehaltssteigerungen von im Schnitt zehn Prozent bringen würde. Die Arbeitgeber halten dies für nicht bezahlbar. Die Summe der Forderungen belaufe sich auf 1,2 Milliarden Euro, sagte der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände, Manfred Hoffmann.