UNENTSCHIEDEN GEGEN FRANKFURT

Klinsmann sieht Hertha „großen Schritt nach vorn” machen

Dieser Fußball-Abend hat Jürgen Klinsmann trotz klirrender Kälte und strömendem Regen Spaß gemacht.
dpa
Zufrieden
Berlins Trainer Jürgen Klinsmann (M) sieht die Hertha auf dem richtigen Weg. Foto: Uwe Anspach/dpa
Frankfurt (Main).

Der neue Trainer von Hertha BSC sah zwar, wie sein Team eine 2:0-Führung vergab und bei Eintracht Frankfurt noch 2:2 (1:0) spielte. Für den ehemaligen Bundestrainer überwog aber dennoch deutlich das Positive. „Letztendlich ist das 2:2 absolut in Ordnung. Für uns ist es ein großer Schritt nach vorne. Wenn man unten drin hängt, nimmt man jeden Punkt gerne mit”, befand Klinsmann, der mit einem Punkt aus seinen ersten zwei Spielen nicht gerade einen Glanzstart in der Fußball-Bundesliga hingelegt hat.

Dabei machten die Treffer von Dodi Lukebakio (30. Minute) und Marko Grujic (63.) sogar Hoffnung auf den ersten Dreier. Dieser wäre aber angesichts des deutlichen Chancenvorteils und der Überlegenheit der Eintracht mehr als schmeichelhaft gewesen.

„In Summe gesehen hätten wir das Spiel gewinnen müssen. Für unseren Aufwand haben wir zu wenig Ertrag”, sagte Frankfurts Coach Adi Hütter, der Klinsmanns These vom ausgeglichenen Spiel und dem gerechten Remis nicht wirklich zustimmen wollte. Auch habe sein Team ein wenig „Wut” verspürt aufgrund so mancher Entscheidung von Schiedsrichter Christian Dingert, sagte Hütter.

Martin Hinteregger (65.) und Sebastian Rode (86.) sicherten der Eintracht zwar noch einen Punkt, doch nach zuletzt drei Niederlagen hilft der auch nicht wirklich weiter. „Was die Ergebnisse betrifft, sind wir sicherlich nicht ganz zufrieden. Wenn ich sehe, wie die Mannschaft Fußball spielt, wird mir aber nicht angst und bange”, sagte Hütter, dem mit den Hessen in der kommenden Woche das wichtige Europa-League-Spiel gegen Vitoria Guimaraes bevorsteht. Mit einem Sieg würde die Eintracht sicher international überwintern.

Von solchen Aussichten kann Klinsmann in der Hauptstadt derzeit nur träumen. Die Realität heißt nach dem 2:2 zum Auftakt des 14. Spieltags weiter Relegationsplatz und Abstiegskampf. „Wir wissen, es geht nur ein Schritt nach dem anderen und ein Tag nach dem anderen”, erklärte der Hertha-Trainer. Am kommenden Spieltag gegen Freiburg solle dann der erste Sieg folgen.

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