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Kommunalwahlen im Kosovo ohne Zwischenfälle

Kommunalwahlen im Kosovo ohne Zwischenfälle
Kommunalwahlen im Kosovo ohne Zwischenfälle
Djordje Savic

Ohne die befürchteten gewaltsamen Zwischenfälle sind am Sonntag im Kosovo die ersten landesweiten Kommunalwahlen seit Jahrzehnten angelaufen. Rund 1,8 Millionen Wähler sollten ihre Stimme abgeben.

Sowohl die albanisch geführte Zentrale Wahlkommission als auch die Spitzenvertreter der serbischen Minderheit berichteten, die Abstimmung verliefe im Großen und Ganzen regulär. Angaben über die Wahlbeteiligung gab es zunächst nicht.

Die Wahl war durch die Vermittlung der EU zustande gekommen und soll die serbische Minderheit in den fast nur noch von Albanern bewohnten Staat integrieren. Der weitaus größte Teil der Minderheit will die Wahl aber boykottieren, weil die Kosovo-Serben nur zum benachbarten Serbien gehören wollen. Allerdings sagte der serbische Spitzenkandidat Oliver Ivanovic nach der Stimmabgabe: «Der Boykott ist zusammengebrochen».