Konzert in Chemnitz beginnt mit Schweigeminute

Konzert in Chemnitz beginnt mit Schweigeminute
Konzert in Chemnitz beginnt mit Schweigeminute
Sebastian Kahnert

Mit einer Schweigeminute zu Ehren des bei einer Messerattacke in Chemnitz getöteten 35-Jährigen hat in der sächsischen Stadt am Montagabend ein Konzert gegen Rassismus, Ausländerfeindlichkeit und Gewalt begonnen.

Bands wie Die Toten Hosen, Kraftklub oder Feine Sahne Fischfilet waren dafür unter dem Motto „#wirsindmehr” angereist. Erwartet wurden mehr als 30.000 Zuschauer.

„Wir sind nicht naiv. Wir geben uns nicht der Illusion hin, dass man ein Konzert macht und dann ist die Welt gerettet”, sagte Kraftklub-Sänger Felix Brummer vor Beginn des Open Airs. „Aber manchmal ist es wichtig, zu zeigen, dass man nicht allein ist.”

In Chemnitz kommt es seit Tagen zu fremdenfeindlichen Demonstrationen und Gegenprotesten. Auslöser war der Tod eines 35 Jahre alten Deutschen bei einer Messerattacke am 26. August. Zwei seiner Begleiter wurden verletzt. Als Tatverdächtige sitzen ein Iraker und ein Syrer in Untersuchungshaft.