9. SPIELTAG

Kruse-Volltreffer bei Unions Remis gegen Frankfurt

Diesmal blieb für die Liga-Überflieger des 1. FC Union die Rekord-Krönung aus, doch Max Kruse hat den Berlinern mit seinem Tore-Doppelpack einen weiteren Punkt gesichert.
dpa
1. FC Union Berlin – Eintracht Frankfurt
Max Kruse (M) traf mit einem fulminanten Schuss zum späten Unioner Ausgleich. Foto: Annegret Hilse/Reuters Images Europe/Pool/dpa
Berlin.

Gegen Eintracht Frankfurt holte das Team von Trainer Urs Fischer am 9. Spieltag der Fußball-Bundesliga nach einer schnellen 2:0-Führung und einem 2:3-Rückstand dank eines fulminanten Kruse-Treffers ein 3:3 (2:2).

Für den 32 Jahre alten Ex-Nationalspieler war es in der 82. Minute schon Saisontor Nummer sechs. Union verpasste den vierten Sieg in Folge, hat jetzt als Tabellensechster 16 Punkte, Eintracht als Neunter zwölf Zähler.

Robert Andrich mit dem zweitschnellsten Bundesliga-Tor von Union nach 101 Sekunden und Kruse mit einem verwandelten Foulelfmeter (6. Minute) brachten die Gastgeber schnell in Führung. André Silva (27. und 37.) glich noch in der ersten Hälfte aus. Der erste Liga-Treffer von Bas Dost (79.) nach fast zwei Monaten schürte bei den Gästen die Hoffnung auf den ersten Sieg nach fünf Partien ohne Dreier – aber da hatten sie die Rechnung ohne Kruse gemacht.

Eintracht-Coach Adi Hütter hatte gerade noch vor Kruse und der Aggressivität aller Unioner gewarnt, da steckte sein Team schon mitten im Schlamassel. Erst patzte Nationalkeeper Kevin Trapp schwer, als er eine Eingabe von Marcus Ingvartsen genau vor die Füße von Andrich prallen ließ, der sich nach 101 Sekunden sein drittes Saisontor nicht entgehen ließ. Kruse hatte die Aktion eingeleitet.

Dann attackierte Abwehrchef Martin Hinteregger ungeschickt Union-Angreifer Taiwo Awoniyi. Kruse traf vom Punkt eiskalt, nachdem er jüngst in Köln den Rekord von 17 hintereinander verwandelten Elfmetern vergeben und erst im Nachschuss getroffen hatte. Wieder ein Rekord für Union: Die schnellste 2:0-Führung in der 1. Liga.

Und die Eisernen hätten schon früh praktisch den Sack zumachen können. Denn die Gäste erspielten sich zwar deutlich mehr Ballbesitz, wackelten bei den schnellen Union-Kontern aber weiter bedenklich. Doch Awoniyi brachte gleich zweimal den Ball freistehend nicht an Trapp vorbei, nachdem der Eintracht-Torwart wieder prallen ließ.

Die Frankfurter, noch ohne Amin Younes angetreten, den Hütter nach überstandener Corona-Infektion noch nicht wieder im Kader hatte, schüttelten den Zwei-Tore-Schock jedoch ab und schlugen ihrerseits zweimal zu. Mit seinem sechsten und siebten Saisontor brachte Silva die Hessen zurück ins Spiel.

Vor dem 1:2 nach langem Pass von Daichi Kamada zögerte Union-Schlussmann Andreas Luthe einen Moment zu lange. Vor dem 2:2 legte Filip Kostic den Ball per Freistoß-Eingabe Silva perfekt auf den Kopf. Seit dem Restart der Liga im Mai erzielte der Portugiese bereits 16 Tore, nur Bayern-Knipser Robert Lewandowski war in der Zeit besser.

Nach der Pause suchten beide Teams weiter ihre Chance. Die Partie verlor allerdings an spielerischer Qualität. Kampf, Einsatz und teilweise harte Zweikämpfe dominierten. Union spielte die schnellen Gegenzüge nicht konsequent zu Ende, so fand Sheraldo Becker seine gut positionierten Mitspieler nicht (48.). Auf der anderen Seite parierte Luthe einen Kopfball von Bas Dost (52.). Silva zielte knapp vorbei (68.). Schließlich trafen noch Dost und Kruse.

© dpa-infocom, dpa:201128-99-499031/2

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