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Landgericht Köln verhandelt über «Kohl-Protokolle»

Landgericht Köln verhandelt über «Kohl-Protokolle»
Landgericht Köln verhandelt über «Kohl-Protokolle»
Paul Zinken

Der Rechtsstreit zwischen Altkanzler Helmut Kohl und seinem ehemaligen Biografen Heribert Schwan geht in eine neue Runde. Vor dem Landgericht Köln wird über mehrere Anträge Kohls auf Einstweilige Verfügung verhandelt.

Er will erreichen, dass der Buchautor Schwan und dessen Verlag mehr als 100 Kohl-Zitate aus den Jahren 2001 und 2002 nicht verwenden. Eine gleiche Klage hat Kohl gegen Schwans Mitautor Tilman Jens nachgereicht.

Die Zitate sind in dem vor kurzem erschienenen Buch «Vermächtnis: Die Kohl-Protokolle» enthalten. Ob das Gericht eine Entscheidung fällt, ist offen. Mitte Oktober hatte Kohl vor dem selben Gericht vergeblich versucht, die Veröffentlichung des ganzen Buches zu verhindern.

Außerdem fordert der Altkanzler mit einer weiteren Klage von seinem Ex-Ghostwriter alle Abschriften und Kopien von Tonbändern mit Interviews aus den Jahren 2001 und 2002. Die Herausgabe der Original-Tonbänder hat er bereits erstritten. Ziel der Gespräche war die Veröffentlichung von Memoiren - drei Bände erschienen, danach beendete Kohl die Zusammenarbeit mit Schwan. Zur Verhandlung müssen die beiden Kontrahenten nicht persönlich erscheinen.