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Lechtenbrink nimmt Abschied von Festspielen

Lechtenbrink nimmt Abschied von Festspielen
Lechtenbrink nimmt Abschied von Festspielen
Uwe Zucchi

Mit einer vom Publikum umjubelten Premiere hat Regisseur Volker Lechtenbrink seine Abschiedssaison bei den Bad Hersfelder Theater-Festspielen eingeläutet.

«Es ist alles gemacht, es ist alles gesagt. Man soll gehen, wenn es am schönsten ist. Ich habe nicht die Intention, noch mal wiederzukommen», sagte der 68-Jährige am Donnerstagabend überraschend nach der Premiere des Mantel-und-Degen-Stücks «Die drei Musketiere». Es sei ein schöner Abschluss, mit dem er sich vom Hersfelder Publikum endgültig verabschieden wolle.

Vor 1200 Zuschauern in der Stiftsruine bot Lechtenbrink eine Inszenierung mit Witz, Tempo und viel Action. Bühnen-Fechtmeister Klaus Figge choreographierte die gelungenen Kampfszenen auf der Bühne in der weltgrößten romanischen Kirchenruine.

Lechtenbrink stand bereits als junger Schauspieler in Bad Hersfeld auf der Bühne, war von 1995 bis 1997 Intendant der Festspiele, verließ das renommierte Freilicht-Festival aber im Streit. Im vergangenen Jahr kehrte er zurück und begeisterte die Zuschauer als «König Lear». Für seine aktuelle Regiearbeit bekam er am späten Donnerstagabend langen Applaus.

Die Fassung des Stücks nach dem Roman von Alexandre Dumas schrieb Lechtenbrink mit seiner Tochter Saskia Ehlers. Die mehr als zweieinviertel Stunden laufende Version bot viel Unterhaltung und nahm die Zuschauer mit auf eine Reise in die Welt der Duelle, Liebe, Intrigen und Machtspiele.

Nachwuchsschauspieler Jonas Minthe (23) spielte einen hervorragenden d'Artagnan. Birthe Gerken bestach als eine facettenreiche Lady de Winter. Die drei Musketiere Julian Weigend (Arthos), Johnny Müller (Porthos) und Parbeth Chugh (Aramis) begeisterten die Zuschauer als sympathische Rauf- und Saufbolde.