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Lindner will FDP beim Dreikönigstreffen Mut machen

Lindner will FDP beim Dreikönigstreffen Mut machen
Lindner will FDP beim Dreikönigstreffen Mut machen
Bernd Weissbrod

Beim traditionellen Dreikönigstreffen will der neue FDP-Vorsitzende Christian Lindner heute seine am Boden liegende Partei wieder aufrichten. Die Liberalen hatten bei der Wahl im September erstmals den Einzug in den Bundestag verpasst.

Das Dreikönigstreffen ist für die FDP der Auftakt ins politische Jahr. 2014 stehen neben der Europawahl im Mai drei Landtagswahlen im Spätsommer sowie übers Jahr verteilt elf Kommunalwahlen an. Neben Lindner wird bei dem Treffen in der Stuttgarter Oper auch die neue Generalsekretärin Nicola Beer sprechen.

Vize-Parteichef Wolfgang Kubicki sagte am Sonntagabend in Stuttgart, von dem Dreikönigstreffen solle die Botschaft ausgehen, dass die Partei aus der «Reha» raus sei. «Wir werden dokumentieren, dass mit der FDP im politischen Geschehen wieder zu rechnen ist.» Der «Bild»-Zeitung sagte er, die Fixierung der Liberalen auf die Union als Koalitionspartner sei für immer vorbei. «Wir müssen uns niemandem annähern, sondern unsere eigene Position definieren. Daraus ergibt sich dann, ob es genügend Schnittmengen mit Union oder SPD gibt.»

Lindner erklärte, die Kundgebung solle unterstreichen, dass es eine liberale Partei in Deutschland geben müsse. Die Partei nehme jede der anstehenden Wahlen 2014 ernst, sagte er. Entscheidend werde aber die Bundestagswahl 2017 sein. Mit Blick auf die Europawahl und die eurokritische Alternative für Deutschland (AfD) sagte er: «Wir wollen Europa.» Aber Europa müsse auch marktwirtschaftlicher, bürgernäher und demokratischer werden.