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Linken-Politiker setzte sich für Bleiberecht von Syrer ein

Der Bundestagsabgeordnete Harald Weinberg (Linke) hat sich im Fall des mutmaßlich islamistisch motivierten Bombenattentäters von Ansbach für ein Bleiberecht eingesetzt.

Wie die «Bild»-Zeitung berichtet, bat Weinberg die Stadt Ansbach in einem Schreiben, von der Abschiebung des Syrers abzusehen, bis die medizinische Behandlung des Flüchtlings in Deutschland abgeschlossen sei. Der 27-Jährige war wegen psychischer Probleme beim Arzt. Der Abgeordnete war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

«Immer wieder treten Aktivisten der Flüchtlingshilfe an mich heran, bitten mich um Hilfe bei abgelehnten Flüchtlinge», sagte Weinberg der Zeitung. «So war es auch in diesem Fall.» Weiter sagte er: «Ich bin kein Psychiater, kann nicht in die Menschen reinschauen und wäge von Fall zu Fall ab, ob ich helfe.» Für einen Fehler hält Weinberg seine Entscheidung nicht: «Nach allem, was ich damals wusste, würde ich heute wieder so entscheiden.» Wenn er aber an die Opfer des Anschlags denke, habe er ein «schlechtes Gewissen».

Bei der Bombenexplosion nahe einem Konzert wurden am Sonntagabend 15 Menschen verletzt, vier von ihnen schwer. Der Täter kam ums Leben.