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Löw erwartet hitziges Duell mit Frankreich

Löw erwartet hitziges Duell mit Frankreich
Löw erwartet hitziges Duell mit Frankreich
Uefa

Fußball-Bundestrainer Joachim Löw erwartet im EM-Halbfinale gegen Gastgeber Frankreich eine extrem schwierige und bei Temperaturen um die 30 Grad auch hitzige Aufgabe.

«Wir spielen nicht nur gegen eine Mannschaft, sondern wir spielen gegen ein ganzes Land», sagte Löw vor dem Duell. «Frankreich hat mit dem Sieg über Island sehr viel Selbstbewusstsein getankt.»

«Die Euphorie und die Kraft ist übergesprungen auf die Mannschaft und die ganze Nation.» Gerade im Stade Vélodrome erfährt die Équipe Tricolore in Länderspielen eine besonders intensive Unterstützung ihrer Fans.

Im Vorfeld der mit Spannung erwarteten Top-Partie haben sich Anhänger beider Teams am alten Hafen von Marseille versammelt. Bei sommerlich-heißen Temperaturen waren sehr entspannte Szenen zwischen den Fans beider Lager zu beobachten. In Cafés und Restaurants saßen gemischte Grüppchen, auf offener Straße gab es Verbrüderungsgesten. Im Stade Vélodrome wird mit 15 000 Fans aus Deutschland gerechnet, zusätzlich sollen nach Schätzungen rund 4000 Anhängern der Mannschaft in der Stadt sein. Für den späten Nachmittag ist ein Fan-Marsch der Anhänger von der Fanmeile zum Stadion geplant.

Nach dem souveränen 2:0-Sieg der Portugiesen in Lyon über Wales haben in der Nacht zum Donnerstag in Portugal Zehntausende Landsleute den Einzug von Cristiano Ronaldo & Co. ins EM-Finale lautstark gefeiert. Es ist nach 2004 die zweite Endspiel-Teilnahme der Portugiesen. In deren Hauptstadt Lissabon ging die Party für viele Feiernde bis in den Morgen weiter. Der kollektive Glückstaumel erreichte sogar auch den Regierungspalast. Ministerpräsident António Costa schrieb am Donnerstag mit Blick auf das Endspiel in Saint-Denis auf Twitter: «Am Sonntag wird noch lauter geschrien: Es lebe Portugal!»

Trotz des Aus im Semifinale kann das Überraschungs-Team aus Wales mit einem umjubelten Empfang rechnen. Das Team um Superstar Gareth Bale wird am Freitag in der Hauptstadt Cardiff zurückerwartet. Dort soll die Mannschaft zunächst 90 Minuten lang in einem offenen Bus durch die Stadt fahren, um dann im Cardiff City Stadium auf der Bühne geehrt zu werden, teilte der walisische Fußball-Verband FAW am Donnerstag mit. Der walisische Regierungschef Carwyn Jones lobte die EM-Debütanten für ihr starkes Auftreten bei der Europameisterschaft. «Das war für Wales mehr als nur ein Fußball-Turnier», sagte Jones.