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Lufthansa will nach fünftem Streik wieder verhandeln

Nach der mittlerweile fünften Welle des Pilotenstreiks hat die Lufthansa die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit zur Rückkehr an den Verhandlungstisch aufgefordert.

Die Gespräche könnten sofort beginnen, sagte Lufthansa-Personalchefin Bettina Volkens der «Bild»-Zeitung (Mittwoch). «Ich bin für Cockpit rund um die Uhr erreichbar.» Für die Gespräche müsse die Gewerkschaft allerdings zu Kompromissen bereit sein. Im Kern geht es um die von Lufthansa gezahlten Übergangsrenten von 5400 Piloten.

Die Fluggesellschaft ist nach eigenen Angaben nach dem 15-stündigen Pilotenstreik vom Dienstag schnell wieder in den Normalbetrieb zurückkehrt. Am wichtigsten Drehkreuz Frankfurt hatten 25 Langstreckenstarts abgesagt werden müssen, 32 Flieger konnten hingegen nach Übersee starten. Inklusive der Rückflüge mussten rund 50 Verbindungen gestrichen werden. Der bereits am Montag veröffentlichte Sonderflugplan sei voll umgesetzt worden, sagte eine Sprecherin am Mittwoch.

Erneut seien der Lufthansa hohe Verluste entstanden, erklärte Volkens. Allein für den dreitägigen Vollstreik zum Auftakt im April hatte die Fluggesellschaft bereits zuvor von einem Verlust in Höhe von rund 60 Millionen Euro berichtet.

Mit den nachfolgenden Streikwellen sei erneut ein zweistelliger Millionenschaden entstanden, sagte Volkens. Die Piloten hatten noch vier Mal bei Lufthansa oder ihrer Tochter Germanwings gestreikt und einen bereits angekündigten Ausstand auf der Langstrecke kurzfristig wieder abgesagt.