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Marburger Partikeltherapie gegen Krebs offiziell gestartet

Marburger Partikeltherapie gegen Krebs offiziell gestartet
Marburger Partikeltherapie gegen Krebs offiziell gestartet
Uwe Zucchi

Nach langem Stillstand und Streit ist die Marburger Partikeltherapieanlage zur Tumorbehandlung eingeweiht worden.

«Das ist ein wichtiges Signal an die vielen schwerkranken Menschen, die sehr große Hoffnungen in eine faszinierende Technik setzen», sagte Hessens Wissenschaftsminister Boris Rhein (CDU) bei der Eröffnungsfeier. Es sollen Krebspatienten profitieren, denen mit herkömmlichen Strahlentherapien nicht geholfen werden kann.

Derzeit werden am Marburger Ionenstrahl-Therapiezentrum (MIT) zwei von vier Plätze genutzt, für die Behandlung, aber auch für wissenschaftliche Studien. Die Patientenzahlen sollen schrittweise auf mehr als 750 pro Jahr gesteigert werden.

Eigentlich hätte die mehr als 100 Millionen Euro teure Anlage seit Ende 2012 laufen sollen. Dazu hatte sich die Rhön-Klinikum AG beim Kauf des privatisierten Universitätsklinikums Gießen-Marburg verpflichtet, dann aber das Projekt aus Kostengründen zunächst auf Eis gelegt. Die Anlage betreibt nun federführend das Heidelberger Universitätsklinikum, das bereits Erfahrung mit der Therapie hat.