ZEICHEN FÜR TOURISMUS-SEKTOR

Medien: Italien will Einreise für EU-Bürger bald erlauben

Italien will die wichtige Sommersaison nicht an sich vorüberziehen lassen. Daher plant die Regierung nun neue Schritte zur Lockerung. Die sind auch für Touristen interessant.
dpa
Petersdom
Könnte bald wieder Besucher empfangen: Der Petersdom in Rom. Foto: Andrew Medichini/AP/dpa
Rom.

Italien will die Einreise für EU-Bürger in der Corona-Pandemie Medienberichten zufolge ab 3. Juni wieder erlauben.

Dann könnten Menschen aus der Europäischen Union und dem Schengen-Raum wieder einreisen – auch ohne danach zwei Wochen in Quarantäne zu gehen, berichteten italienische Medien unter Berufung auf Regierungskreise. Bisher ist eine Einreise nur in Ausnahmefällen möglich, darunter zum Beispiel für Italiener im Ausland, die in ihre Heimat zurück wollen oder Ausländer, die ihren Wohnsitz in Italien haben. Für Menschen aus dem übrigen Ausland sollen die Grenzen aber vorerst weiter dicht sein. In der Nacht zum Samstag kam der Ministerrat zusammen, um über ein Paket von Lockerungsmaßnahmen zu beraten.

Italien ist zwar von der Covid-19-Lungenkrankheit so stark wie wenig andere Länder in der EU betroffen, bisher starben fast 32.000 Menschen. Insgesamt haben sich nach Angaben des Zivilschutzes mehr als 223.000 Menschen mit dem Virus angesteckt. Die Infektionszahlen gehen aber seit längerer Zeit zurück.

Eine Grenzöffnung zur Sommersaison wäre vor allem für die Tourismusbranche wichtig, die einer der wichtigsten Wirtschaftszweige Italiens ist.

Schon ab diesem Montag sind weitere Lockerungen vorgesehen: So dürfen Friseure, Kosmetikstudios, Einzelhandel, Bars und Restaurants wieder öffnen. Allerdings nur mit strengen Abstandsregeln. Auch dürfen sich die Menschen dann ohne eine Selbstauskunft bewegen, aber nur innerhalb ihrer Region. Museen und Bibliotheken können öffnen – und auch an den Strand und Freunde treffen darf man wieder. Bisher durfte man sich nur mit Verwandten treffen.

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