Mediziner: Labortests bei Borreliose oft unnötig

Mediziner: Labortests bei Borreliose oft unnötig
Mediziner: Labortests bei Borreliose oft unnötig
Patrick Pleul

Bei Verdacht auf Borreliose nach Zeckenstichen setzen Ärzte nach Meinung der deutschen Borreliosegesellschaft zu oft unbegründet auf kostspielige Laboruntersuchungen.

Beim Großteil der Verdachtsfälle sei ein roter Ring auf der Haut als wichtigstes Anzeichen so offensichtlich, dass Labordiagnostik überflüssig sei, sagte der Frankfurter Mediziner Klaus-Peter Hunfeld bei einer Tagung der Gesellschaft.

Borreliose ist hierzulande die häufigste von Zecken übertragene Krankheit. In Ostdeutschland wurden laut Robert Koch-Institut (RKI) im vergangenen Jahr rund 5000 Fälle registriert, 2015 sind es bislang rund 250. Die Dunkelziffer liege wegen der nicht flächendeckenden Meldepflicht weit höher.