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Mehdorn legt im Streit um externe Flughafen-Kontrolleure nach

Mehdorn legt im Streit um externe Flughafen-Kontrolleure nach
Mehdorn legt im Streit um externe Flughafen-Kontrolleure nach
Patrick Pleul

BER-Geschäftsführer Hartmut Mehdorn hat vom Aufsichtsrat der Berliner Flughafengesellschaft mehr Rückhalt eingefordert.

«Ein Aufsichtsrat muss Vertrauen in seine Geschäftsführung haben. Entweder er traut seiner Geschäftsleitung, oder er sucht sich eine neue. Dazwischen gibt es nichts», sagte Mehdorn dem «Tagesspiegel am Sonntag». Der Manager hatte sich zuletzt gegen externe Kontrolleure in seinem Unternehmen gewehrt.

Dem «Tagesspiegel» (Samstag) zufolge beschwerte er sich darüber in einem Brief an den scheidenden Berliner Regierenden Bürgermeister und Aufsichtsratschef Klaus Wowereit (SPD). Der Bund und Brandenburg als zwei der drei Flughafen-Gesellschafter dringen auf bessere Kontrollmechanismen. Der Flughafen Berlin Brandenburg ist wegen Bau- und Planungsfehlern drei Jahre nach dem ursprünglichen Eröffnungstermin noch immer nicht in Betrieb.

Die «Bild am Sonntag» berichtete ohne Angaben von Quellen, Mehdorn sandte auch ein Schreiben an das Bundesverkehrsministerium. Darin werfe er den Flughafen-Eigentümern vor, «in unserem Haus eine Inquisition der Jahre 2013 und 2014 durchzuführen. Das Ganze passt zu der von uns erlebten und beklagten Misstrauenskultur rund um den BER», hieß es unter Berufung auf den Brief vom 5. Dezember.