FREISPRUCH NACH MORDANKLAGE

Menschenrechtsgericht entscheidet über Klage von Amanda Knox

Der Fall der einst in Italien wegen Mordes verurteilten und dann freigesprochenen US-Amerikanerin Amanda Knox beschäftigt den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Das Straßburger Gericht entscheidet am Donnerstag (11.00 Uhr) über eine Beschwerde Knox' über Italien.
dpa
Menschenrechtsgericht entscheidet über Klage von Amanda Knox
Menschenrechtsgericht entscheidet über Klage von Amanda Knox Pietro Crocchioni
Straßburg.

Sie wehrt sich gegen ihre bis heute aufrechterhaltene Verurteilung wegen falscher Verdächtigung und sieht ihr Recht auf ein faires Verfahren verletzt (Beschwerdenummer 76577/13).

Knox war zunächst im Jahr 2009 wegen Mordes an der britischen Austauschstudentin Meredith Kercher in Italien zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden – nach fast acht Jahren Justizgerangel kam jedoch der Freispruch für Knox. Sie hatte als „Engel mit den Eisaugen” Bekanntheit erlangt und bereits rund vier Jahre in Haft gesessen. Ein Urteil wegen falscher Verdächtigung blieb bestehen: Knox hatte nach Überzeugung der italienischen Richter einen Bekannten des Mordes an Kercher beschuldigt, obwohl sie um seine Unschuld wusste.

Dagegen macht nun Knox geltend, sie habe ihre Rechte und den Verfahrensablauf nicht gekannt. Außerdem argumentiert sie, sie sei während eines Polizeiverhörs geschlagen und psychologisch unter Druck gesetzt worden.

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