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Merkel will Nato-Beteiligung bei Seeüberwachung vor Türkei

Berlin und Ankara setzen sich in der Flüchtlingskrise für eine Beteiligung der Nato am Kampf gegen die Schlepper im Seegebiet zwischen Griechenland und der Türkei ein.

Das kündigte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nach ihrem Treffen mit dem türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu in Ankara an. Über diese Frage solle beim anstehenden Treffen der Nato-Verteidigungsminister gesprochen werden. Zudem strebe man bei diesem Thema eine Verbesserung der Arbeit der türkischen Küstenwache mit Griechenland und der EU-Grenzschutzagentur Frontex an.

Merkel kündigte zugleich eine Verstärkung der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Türkei beim Kampf der Polizeien gegen illegale Schlepperbanden an.

Die Bundeskanzlerin kritisierte Russland und das syrische Regime für die Luftangriffe auf Aleppo scharf. «Wir sind entsetzt über das menschliche Leid durch die Bombenangriffe - auch von russischer Seite», sagte Merkel. Sie machte deutlich, dass Russland damit auch gegen eine entsprechende UN-Resolution verstoße, die sich gegen Angriffe auf die Zivilbevölkerung richte.

Deutschland und die Türkei forderten von Russland die Einhaltung dieser Resolution, sagte Merkel. «Das, was sich an der türkisch-syrischen Grenze zeigt, ist das große Leid», sagte sie zur Flucht Zehntausender Syrer nach den Angriffen auf Aleppo. Trotz Winterkälte verwehrt die Türkei ihnen aber den Einlass.