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Müller vor Donezk-Spiel: «Situation irgendwie surreal»

Müller vor Donezk-Spiel: «Situation irgendwie surreal»
Müller vor Donezk-Spiel: «Situation irgendwie surreal»
Andreas Gebert

Thomas Müller hat vor dem Champions-League-Spiel gegen Schachtjor Donezk ein «ganz komisches Gefühl».

Es sei «schwer zu begreifen und ein eigenartiges Empfinden, gegen eine Mannschaft zu spielen, die in einem Kriegsgebiet beheimatet ist», sagte der Torjäger des FC Bayern München dem «Kicker» vor der Partie am Dienstag.

Das Achtelfinal-Hinspiel wird wegen des Konflikts in der Ostukraine nicht in Donezk, sondern in Lwiw im Westen des Landes ausgetragen. «Es ist seltsam, dass man Champions League spielt und dazu in eine andere Stadt ausweichen muss», sagte Müller.

Die Mannschaft des FC Bayern wollte die Reise nach Lwiw erst am Montagnachmittag antreten. Nach der Partie geht es noch in der Nacht zurück nach München. «Diese Situation ist irgendwie surreal. Man weiß, dass dort dieser schreckliche Krieg ist, realisiert es aber nicht so, weil man so eine schlimme Situation nicht kennt - Gott sei Dank nicht kennt», beschrieb Müller seine Gefühlslage.

Der 25-Jährige warnte vor Erwartungen, der Sport oder die Vereine sollten in politische Fragen eingreifen. «Andererseits dürfen und können wir Fußballer die Augen vor so gravierenden Problemen nicht verschließen», sagte Müller.