MYSTERIÖSER FALL IN DER PFALZ

Mörderische Sprengfallen – Ermittler erklären Hintergründe

– Im Fall des mutmaßlichen Rachefeldzugs eines Gärtners aus Rheinland-Pfalz wollen Polizei und Staatsanwaltschaft heute den Stand der Ermittlungen erläutern.
dpa
Landschaftgärtner unter Mordverdacht
Wegen eines Streits soll ein 59-Jähriger aus der Nähe von Kaiserslautern Anfang März einen Arzt mit einer Sprengfalle getötet und eine Mutter mit ihrer Tochter verletzt haben. Foto: Oliver Dietze

Wegen eines Streits soll ein 59-Jähriger aus der Nähe von Kaiserslautern Anfang März einen Arzt mit einer Sprengfalle getötet und eine Mutter mit ihrer Tochter verletzt haben. Der Tatverdächtige kann sich nicht mehr äußern, er wurde tot in seinem Haus gefunden. Die Ermittler fürchten, dass der Landschaftsgärtner weitere Sprengfallen hinterlassen hat. Zuletzt hatten die Ermittler ein manipuliertes Holzscheit in einem Carport entdeckt.

Bei den gefährlichen Sprengfallen gehen die Behörden von einem rücksichtslosen Rachefeldzug des Landschaftsgärtners Bernhard G. aus Mehlingen aus. Er könnte er vor seinem Tod weitere Sprengfallen bei Menschen versteckt haben, mit denen er Streit hatte. Die Polizei hat die Öffentlichkeit zur Wachsamkeit aufgerufen.

Bei der Pressekonferenz wollen die Ermittler auch über die Todesumstände im Falle des Gärtners informieren. Dazu liegt das Obduktionsergebnis vor. Medienberichte, denen zufolge der Mann unheilbar krank gewesen sein soll und sich selbst getötet habe, hat die Polizei bisher nicht kommentiert. Auch die Frage eines möglichen Abschiedsbriefs des mutmaßlichen Täters war mehrfach aufgekommen.

Für die Ermittlungen hatte die Polizei eine Sonderkommission gebildet. Nach dem öffentlichen Aufruf waren bei den Behörden rund 120 Hinweise eingegangen. Für die Polizei steht der Landschaftsgärtner als Täter im Grunde fest. Da der Mann nicht mehr lebt, ist aber nicht mit einem Ermittlungsverfahren zu rechnen.

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