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Moskau bekräftigt Milliardenforderung im Gasstreit mit Kiew

Moskau bekräftigt Milliardenforderung im Gasstreit mit Kiew
Moskau bekräftigt Milliardenforderung im Gasstreit mit Kiew
Maxim Shipenkov

Im Gasstreit mit der Ukraine hat Russland erneut Zahlungen von 3,9 Milliarden Dollar (etwa 3 Milliarden Euro) gefordert. Russland öffne erst dann wieder die Gasventile, wenn eine Schuldentranche von 2 Milliarden Dollar und eine Vorauszahlung über 1,9 Milliarden Dollar überwiesen seien.

Das sagte der russische Energieminister Alexander Nowak nach Angaben der Agentur Interfax. Am Dienstag lief eine Frist für die Ukraine aus, diesen Vereinbarungen von vergangener Woche zuzustimmen. Aus Kiew gab es aber zunächst keine Reaktion.

Die Ukraine ist das wichtigste Transitland für die Europäische Union und muss dringend ihre Gasspeicher auffüllen, um selbst über den Winter zu kommen und den Transit nach Westen zu gewährleisten. Die EX-Sowjetrepublik erhält wegen der offenen Rechnungen seit Juni kein Gas mehr aus Russland.

Moskau und Kiew hatten vergangenen Freitag in Berlin Eckpunkte für ein «Winterpaket» bis März 2015 verhandelt. Nowak sagte, Russland sei bereit, die Vereinbarungen umzusetzen und erwarte eine Antwort aus der Ukraine. Es wird eine Fortsetzung der Gasgespräche Ende der Woche erwartet.