Nationalmannschaft

Muskelverletzung: Flick muss auch auf Draxler verzichten

Bundestrainer Hansi Flick muss für die anstehenden WM-Qualifikationsspiele auch den Ausfall von Julian Draxler hinnehmen.
dpa
Hansi Flick
Muss gegen Liechtenstein und Armenien auf zahlreiche Spieler verzichten: Bundestrainer Hansi Flick. Foto: Swen Pförtner/dpa Swen Pförtner
Wolfsburg

Der Mittelfeldspieler von Paris Saint-Germain habe „eine muskuläre Verletzung rechts in der hinteren Muskulatur” und werde für einige Zeit ausfallen, sagte Flick am Mittwoch in Wolfsburg. „Das tut mir auch für ihn leid”, fügte der Bundestrainer hinzu. Der 28 Jahre alte Draxler war nach längerer Zeit erstmals wieder für die DFB-Auswahl nominiert worden. Eine Nachnominierung für Draxler plant Flick nicht.

Zuvor hatte die Corona-Infektion von Niklas Süle die Personalliste von Flick für die Spiele gegen Liechtenstein und Armenien durcheinander gewirbelt. Neben dem Bayern-Verteidiger mussten die Kontaktpersonen Joshua Kimmich, Serge Gnabry, Jamal Musiala und Karim Adeyemi abreisen. Zudem fallen Florian Wirtz und Nico Schlotterbeck wegen muskulärer Probleme aus. Flick nominierte Jonathan Tah, Maximilan Arnold, Ridle Baku und Kevin Volland nach.

Impffrage erst nach den Spielen

Infolgedessen will sich Flick erst nach den beiden Länderspielen mit der Frage beschäftigen, ob er in Zukunft auch den Impfstatus seiner Nationalspieler als Voraussetzung für eine Nominierung einbezieht. „Ich hoffe, dass es solche Themen, dass wir fünf Spieler nach Hause schicken müssen aufgrund von Corona, nicht mehr gibt, das würde ich mir wünschen”, sagte Flick.

Kimmich hatte zuletzt selbst bestätigt, nicht geimpft zu sein. Zum Impfstatus von Musiala, Gnabry und Adeyemi machte der DFB keine Angaben. Flick betonte, es gebe in Deutschland keine Impfpflicht und jene, die sich nicht impfen lassen, dürften nicht verurteilt werden. „Für mich ist es trotzdem der einzige Weg aus der Pandemie, dass man sich impfen lässt”, sagte der Bundestrainer. „Jeder hat am Ende die Verantwortung für sich und das Recht, das zu verweigern.” Seine Meinung sei „ganz klar”, dass er sich wünsche, dass die Spieler geimpft seien.

„Wir müssen einfach schauen, wie wir das in Zukunft machen, das wird uns noch länger beschäftigten, wie wir uns schützen.” Beim aktuellen Lehrgang mit den WM-Qualifikationsspielen am Donnerstag (20.45 Uhr/RTL) in Wolfsburg gegen Liechtenstein und drei Tage später in Eriwan gegen Armenien wurden die Nationalspieler bei der Ankunft im Teamhotel getestet. Das WM-Ticket hatte das Flick-Team bereits Anfang Oktober gelöst.

© dpa-infocom, dpa:211110-99-940089/4

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