NACH 30 JAHREN

Deutsche spüren große Unterschiede zwischen Ost und West

Ost und West sind noch nicht richtig zusammengewachsen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage anlässlich des Mauerfall-Jubiläums.
dpa
Deutsche Einheit
Rund eine Million Menschen feiern in der Nacht des 3. Oktober 1990 in Berlin die wiedergewonnene deutsche Einheit – doch nicht alles ist zusammengewachsen. dpa
Hamburg.

Eine große Mehrheit der Wahlberechtigten in Deutschland sieht auch 30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer noch große Unterschiede zwischen Ost und West. Sieben von zehn Befragten sehen Differenzen zwischen alten und neuen Bundesländern, wie eine veröffentlichte repräsentative Umfrage im Auftrag der Körber-Stiftung ergab. «(...) Ost und West sind noch nicht richtig zusammengewachsen”, sagte der Stiftungsvorstand Thomas Paulsen.

Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschen gibt es laut der Studie auch bei der Verbundenheit zu ihren Nachbarländern. Bürger der alten Bundesländer orientieren sich demnach stärker nach Westen als die Menschen in Ostdeutschland. Während sich 54 Prozent der Westdeutschen mit Frankreich verbunden fühlen, sind es im Osten nur 33 Prozent. In den neuen Bundesländern fühlen sich deutlich mehr Menschen Osteuropa zugehörig als in Westdeutschland (West: 7 Prozent, Ost: 32 Prozent).

Insgesamt orientiert sich die Mehrheit der Deutschen aber in Richtung Westen: 77 Prozent fühlen sich eher West- als Osteuropa zugehörig. Die Studie zeige laut Paulsen, dass sich Ost und West noch immer fremd sind. „Die Ergebnisse sind eine klare Aufforderung an Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, sich mehr um den Dialog mit unseren östlichen Nachbarn zu bemühen und die gemeinsamen Interessen zu bekräftigen.”

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