Deutschland

Nach heftigem Unwetter beruhigt sich die Lage

Nach zum Teil starken Unwettern mit mehreren Verletzten soll sich die Wetterlage in Deutschland heute beruhigen. Bundesweit sei die Unwettergefahr deutlich geringer, als noch am Mittwoch, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD).
dpa
Feuerwehrleute im Einsatz
Die heftigen Sommergewitter mit Starkregen, Überflutungen und Verkehrsbehinderungen hinterlassen ihre Spuren. Foto: Julian Stähle
0
SMS

Stark betroffen war die Hauptstadt am Mittwoch. Windböen, laut DWD-Angaben mit einer Geschwindigkeit von rund 110 Kilometern pro Stunde, starker Regen und Gewitter hatten für Chaos in Berlin gesorgt. Die Feuerwehr verzeichnete rund 320 Unwetter-Einsätze.

Für knapp zwei Stunden mussten am Mittwochabend alle Fernzüge am Berliner Hauptbahnhof stehen bleiben, wie eine Bahn-Sprecherin sagte. Durch das Gewitter seien technische Anlagen beschädigt worden. Umgerissene Bäume fielen auf Straßen und S-Bahn-Gleise. Am frühen Donnerstagmorgen konnten noch nicht alle S-Bahnlinien wieder planmäßig fahren. Im Fernverkehr seien hingegen alle Strecken wieder frei, sagte eine Sprecherin am Donnerstagmorgen. Es könne durch die Einschränkungen vom Mittwochabend aber noch zu einzelnen Teilausfällen kommen. Dies würde bundesweit aber nur rund fünf Züge betreffen.

Mit Windböen und starkem Regen waren heftige Gewitter am Mittwochabend über Berlin gezogen. Straßen wurden zeitweise überflutet, auf dem Wannsee kenterten Boote und ein Baum fiel auf ein Cabrio. Die Insassen des Autos wurden dabei nur leicht verletzt.

Auch in anderen Bundesländern wurden Menschen verletzt. Im brandenburgischen Oranienburg wurden am Mittwochabend laut Feuerwehr elf Menschen durch eine abgebrochene Baumkrone verletzt. Im südlichen Mecklenburg-Vorpommern wurden sieben Teilnehmer einer Hochzeitsgesellschaft durch einen herabstürzenden Ast schwer verletzt. Nach einem Feuer, ausgelöst durch einen Blitzeinschlag im Dachstuhl, ist ein Einfamilienhaus in Sachsen-Anhalt laut Polizei nicht mehr bewohnbar. Verletzt wurde dabei niemand.

Von den Unwettern am Mittwoch war Ostdeutschland stark betroffen. Laut DWD fielen in Waren an der Müritz in zwei Stunden rund 35 Liter Regen pro Quadratmeter, in Gera in Thüringen waren es 45 Liter pro Quadratmeter, allerdings in drei Stunden.

Am Donnerstag wird es insgesamt etwas kühler im Land. Die Spitzenwerte liegen nach DWD-Angaben bei 28 Grad, etwa in Berlin. Auch in Bayern, entlang der Donau könne es ähnlich warm werden. Im Westen werde es deutlich kühler, wie auch schon in den Tagen zuvor. Vereinzelte Gewitter und größere Regenmengen, etwa im Schwarzwald, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern könnten für den Donnerstag aber nicht ausgeschlossen werden.