ZWEI TOTE AN EINEM TAG

Todesursache von Hermes-Mitarbeitern nach Obduktion geklärt

Nach dem rätselhaften Tod zweier Mitarbeiter eines Paketzentrums in Haldensleben wurde eine Obduktion ihrer Leichen durchgeführt. Jetzt ist klar, woran die Beiden starben.
dpa
Hermes-Mitarbeiter auf dem Weg zur Frühschicht. Nach zwei Todesfällen ist die Betroffenheit in der Belegschaft groß.
Hermes-Mitarbeiter auf dem Weg zur Frühschicht. Nach zwei Todesfällen ist die Betroffenheit in der Belegschaft groß. Klaus-Dietmar Gabbert
Haldensleben.

Die Obduktion der beiden Mitarbeiter eines Paketdienstes in Haldensleben hat ergeben, dass die Männer eines natürlichen Todes gestorben sind. Die Untersuchungen in der Rechtsmedizin hätten keine Hinweise auf Vergiftungen ergeben, teilte die Polizei am Donnerstag mit. 

Auf dem Gelände des Versandzentrums war in der Nacht zum Dienstag zunächst ein Toter entdeckt worden. Der 58-Jährige soll zusammengebrochen und vor Ort gestorben sein. Laut Hermes handelt es sich um einen Mitarbeiter aus der Betriebstechnik, der keinen Kontakt zu Paketen hatte. Am Nachmittag wurde dann in Haldensleben in einem Transportfahrzeug von Hermes ein weiterer Mitarbeiter tot gefunden. Der 45-Jährige saß leblos auf dem Fahrersitz.

Stau bei Paketsendungen 

In dem betroffenen Hermes-Versandzentrum, in dem mehr als 3000 Menschen arbeiten, lief die Arbeit nach rund 24 Stunden Schließung am Mittwochabend wieder an. 70 bis 100 Beschäftigte sollten in der Nachtschicht zunächst mit vorbereitenden Tätigkeiten befasst sein, sagte ein Sprecher der Firma am Abend. Von Donnerstag an solle dann der Stau bei den Paketsendungen in dem Zentrum in Sachsen-Anhalt aufgelöst werden.

„Die Tatortarbeit ist sehr umfangreich und akribisch gelaufen. Es gab keinerlei Hinweise auf gesundheitsgefährdende Stoffe”, hatte Polizeisprecher Frank Küssner bereits am Dienstag in Magdeburg gesagt. 

Betroffenheit in der Belegschaft

Hermes-Geschäftsführer Andreas Stumpf sagte, es herrsche große Betroffenheit in der Belegschaft des Logistikzentrums. „Unsere Aufgabe wird es jetzt sein, die Mitarbeiter aufzuklären, zu informieren, was letztendlich hier tatsächlich vorgefallen ist, so dass sie wieder an den Arbeitsplatz gehen können.”

Die beiden Todesfälle führten bis in den frühen Mittwochmorgen hinein zu einem Großeinsatz der Feuerwehr. 120 Kräfte waren dabei im Einsatz.

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