Poseidon-Flugzeug der Royal Australian Air Force
Ein Flugzeug der Royal Australian Air Force startet von dem Luftwaffenstützpunkt in Amberly, um nach dem Vulkanausbruch vor der Küste von Tonga Hilfe zu leisten. Foto: Lacw Emma Schwenke/ADF/Royal Australian Air Force via AP/dpa Lacw Emma Schwenke
Vulkanausbruch

Nachbarstaaten schicken Luftunterstützung nach Tonga

Der Ausbruch eines unterseeischen Vulkans führt zu einem Tsunami und versetzt viele Pazifik-Staaten in Alarm: Noch ist das Ausmaß der Schäden unbekannt.
dpa
Wellington

Flieger der australischen und neuseeländischen Luftwaffe haben sich auf den Weg nach Tonga gemacht, um nach dem gewaltigen Vulkanausbruch vor der Küste des Inselreichs Hilfe zu leisten.

Sie sollen offiziellen Angaben zufolge vor allem von den abgelegeneren Inseln des Pazifikstaats Luftaufnahmen liefern und Aufschluss geben über Schäden an Straßen, Häfen und Strommasten. Ein weiteres Flugzeug solle dringend benötigtes Trinkwasser und andere Hilfslieferungen nach Tonga bringen, sagte Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern auf einer Pressekonferenz. Sollte die Maschine aufgrund beschädigter Pisten nicht landen können, werde die Ladung aus der Luft abgeworfen.

Pazifik-Staaten in Alarmbereitschaft

Der Ausbruch des Untersee-Vulkans Hunga-Tonga-Hunga-Ha'apai am Samstag war Tausende Kilometer weit zu hören gewesen, löste Flutwellen aus und versetzte viele Pazifik-Staaten in Alarmbereitschaft. Tsunami-Wellen wurden nicht nur in Tonga, sondern auch in Neuseeland, Japan, Alaska und Südamerika registriert. Hilfsorganisationen warnten vor Gesundheitsschäden durch die gewaltigen Aschewolken und rieten den Bewohnern Tongas dazu, Masken zu tragen und nur Wasser aus Flaschen zu trinken.

Infolge des Seebebens wurde auch ein wichtiges Unterseekabel gekappt, so dass das Internet auf Tonga ausfiel. Auch die sonstigen Kommunikationsverbindungen waren gestört, Mobiltelefone schienen aber zumindest teilweise zu funktionieren.

© dpa-infocom, dpa:220117-99-734433/2

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