Unsere Themenseiten

NHL-Verteidiger Ehrhoff nach Test: «Noch nicht zufrieden»

NHL-Verteidiger Ehrhoff nach Test: «Noch nicht zufrieden»
NHL-Verteidiger Ehrhoff nach Test: «Noch nicht zufrieden»
Markku Ojala

Zum ersten Mal lief Topverteidiger Christian Ehrhoff beim Testspiel in der Schweiz für die deutsche Eishockey-Auswahl in der WM-Vorbereitung auf.

Nach dem 3:4 nach Verlängerung in Basel äußerte sich der 33-Jährige über seine eigene Leistung und über die Vorfreude auf die Weltmeisterschaft, die am Freitag in Moskau und St. Petersburg beginnt.

Wie fällt Ihr Fazit nach der Partie aus?

 Wir haben gut angefangen, waren 3:0 vorn und haben uns ein paar schöne Tore erspielt und auch verdient geführt. Dann haben wir zwei Strafen genommen, und die Schweizer haben das bestraft. Und dann war es ein enges Spiel. Es sah ein bisschen aus, als hätte uns am Ende ein bisschen die Kraft gefehlt.

Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer persönlichen Leistung?

 Ich habe auf jeden Fall noch Luft nach oben. Ich war auch etwas müde heute von den ganzen Strapazen, da ist noch einiges an Luft. Also ich bin noch nicht zufrieden.

Inwiefern merken Sie auch die mangelnde Spielpraxis, weil Sie zuletzt für Chicago nicht zum Einsatz kamen?

 Ich habe das letzte Mal vor ungefähr drei Wochen gespielt. Das merkt man schon ein bisschen. Jetzt haben wir noch ein paar Tage bis zum WM-Start. Dann, denke ich, sieht die Sache schon anders aus.

Wie schätzen Sie den deutschen Kader ein?

 Wir haben ein sehr gutes Team zusammen, gerade auch im Sturm. Unsere jungen NHL-Spieler bringen noch mal ein Extra-Element rein. Deswegen sind wir ganz positiv und freuen uns auf das Turnier.

Was trauen Sie der Mannschaft zu?

 Ich will nicht unbedingt ein Ziel für uns setzen. Wir schauen von Spiel zu Spiel. Das erste Spiel gegen Frankreich ist direkt sehr wichtig für uns, um gut ins Turnier zu starten.

Wie wichtig ist für Sie die WM persönlich, um sich wieder für einen neuen Job in der NHL zu empfehlen?

 Ich bin vertragslos am 1. Juli. Sicherlich ist das eine gute Möglichkeit, mich international zu zeigen.

Was sagen denn Ihre Kinder dazu, dass Sie für die nächsten Wochen auf den Papa verzichten müssen?

 Die sind nicht so glücklich. Meine Älteste hat Sonntag Geburtstag, und dann bin ich wieder nicht da. Das ist natürlich auch als Papa hart. Das gehört aber leider zum Geschäft dazu, dafür habe ich dann im Sommer viel Zeit für die drei Mädels.

Haben Sie mal darüber nachgedacht, nicht zur WM zu kommen?

 Nein. Ich wollte für Deutschland sehr gerne spielen, gerne auch für Marco spielen. Ich habe mit Marco in San Jose zusammengespielt, und ich möchte dem Team gerne helfen.