Nikolai Kinski: Kindheit in Deutschland wäre schwer gewesen

Nikolai Kinski: Kindheit in Deutschland wäre schwer gewesen
Nikolai Kinski: Kindheit in Deutschland wäre schwer gewesen
Gerald Matzka

Der Schauspieler Nikolai Kinski (42) ist nach eigenen Worten „sehr glücklich”, nicht in Deutschland aufgewachsen zu sein. Das sagte der Sohn von Klaus Kinski („Fitzcarraldo”) der „Neuen Osnabrücker Zeitung”.

„Das wäre wohl sehr schwer gewesen”, sagte der amerikanisch-französische Film- und TV-Darsteller, der dem Bericht zufolge in Berlin lebt. „Als ich hierherkam, konnten es die Menschen gar nicht verstehen, dass ich nicht so belastet davon war, der Sohn von Klaus Kinski zu sein. Ich habe meinen Vater zwar immer wieder erleben können, aber meine Mutter und mein Stiefvater waren meine Familie.” Nicolai Kinski wuchs in Kalifornien auf.

Über US-Präsident Donald Trump sagte Kinski, er habe das Gefühl, dass die Menschen Mitleid mit einem Land haben, „das von einem geistig instabilen Faschisten als Geisel gehalten wird”. Die USA seien ein Land der Gegensätze: „Auf der einen Seite so viele Möglichkeiten, so viel Freiheit und so viel Schönheit – und auf der anderen diese Heuchelei, diese Manipulation durch einen Kapitalismus, der mehr und mehr das Fundament der Demokratie zerstört.”

Zu Missbrauchsvorwürfen, die Kinskis Halbschwester Pola gegen den gemeinsamen Vater erhoben hatte, sagte er: „Das ist für mich abgeschlossen, ich bin mit dem Hier und Jetzt und nicht mehr mit der Vergangenheit beschäftigt.” Mit Pola habe er keinen Kontakt.