DOSB

NRW-Sportbund: Vorwürfe gegen Hörmann schon vor Wochen

Nach Angaben des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen hat es schon vor geraumer Zeit Vorwürfe gegen den DOSB-Präsidenten Alfons Hörmann gegeben.
dpa
DOSB-Chef
In einem anonymen Brief im Namen von Mitarbeitern wurde DOSB-Präsident Alfons Hörmann attackiert. Foto: Ina Fassbender/AFP POOL/dpa Ina Fassbender
Frankfurt (Main) ·

Mit Blick auf das anonyme Schreiben, das Hörmann schwer belastet, hätten „schon vor Wochen Mitarbeitende des DOSB uns gegenüber über Vorgänge berichtet, die sich vollständig und teilweise wortgleich mit dem decken, was gestern im Rahmen eines anonym veröffentlichten offenen Briefes an Vorwürfen gegenüber Herrn Hörmann bekannt geworden ist”, teilte der LSB auf Nachfrage der ARD-„Sportschau” nach der Präsidiumssitzung mit.

„Darüber hinaus wurden uns die Vorgänge auch nach Erscheinen des Briefes von Mitarbeitenden des DOSB bestätigt. Wir appellieren an die betroffenen Mitarbeitenden, sich an eine neutrale Beschwerdestelle zu wenden”, hieß es weiter.

In dem anonymen Brief im Namen von DOSB-Mitarbeitern wurde Hörmann attackiert. Die Verfasser des Schreibens sprechen von einer „Kultur der Angst” im Verband und beklagen das angebliche Fehlen von Respekt und Fairplay in den Führungsgremien. Vorstand und Präsidium des DOSB stellten sich hinter Hörmann. Stefan Klett, LSB-Chef in Nordrhein-Westfalen, forderte Hörmanns Rücktritt und Neuwahlen.

Für Monika Lazar, Sprecherin für Sportpolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, geben die Spitzenverbände DOSB und Deutscher Fußball-Bund, bei dem Präsident Fritz Keller von den Amateurvertretern das Vertrauen entzogen wurde, „aktuell ein miserables Bild nach außen” ab. Sollten sich die „schwerwiegenden Vorwürfe” bewahrheiten, seien Konsequenzen „sicher unausweichlich. Die Ethik-Kommission muss sich nun mit den Vorwürfen befassen.”

Auch SPD-Politiker Mahmut Özdemir hat eine klare Meinung. Der taumelnde Scheinriese DOSB sei unter der Führung von Hörmann schon längst ein gefallener Riese. „Der DOSB und der Sport jedenfalls dürfen unter dieser Personalie nicht leiden”, sagte der sportpolitische Sprecher.

© dpa-infocom, dpa:210508-99-517854/2

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