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Nur verhaltener Andrang in den Wahllokalen

Die mit Spannung erwartete Landtagswahl in Bayern hat mit eher verhaltenem Andrang in den Wahllokalen begonnen. In größeren Städten lag die Beteiligung am frühen Vormittag ähnlich niedrig wie vor fünf Jahren, berichteten die Wahlleiter. Vor fünf Jahren lag die Wahlbeteiligung bei 57,9 Prozent.

Diesmal dürften allerdings deutlich mehr Wähler ihre Kreuze schon vor der Öffnung der Wahllokale gemacht haben. Die Wahlämter hatten in der vergangenen Woche von einem regelrechten Ansturm auf die Briefwahl berichtet - in der Landeshauptstadt hatten beispielsweise bis Sonntagvormittag schon gut 29 Prozent aller Wahlberechtigten per Brief gewählt.

Die Bayern-Wahl gilt als wichtiger Stimmungstest für die Bundestagswahl eine Woche später. Die CSU unter Ministerpräsident Horst Seehofer erhofft sich nach dem historischen Absturz bei der Wahl 2008 eine Rückeroberung der Alleinherrschaft. Das von SPD-Herausforderer Christian Ude angestrebte Dreierbündnis mit Grünen und Freien Wählern lag in jüngsten Umfragen merklich hinter den Christsozialen zurück. Die FDP, die seit 2008 mit der CSU regiert, muss den Umfragen zufolge um den Wiedereinzug in den Landtag bangen.

Wahlberechtigt sind etwa 9,5 Millionen Menschen. Vor allem Kirchgänger und ältere Bürger nutzten den Vormittag bei in weiten Teilen Bayerns regennassem Wetter zur Stimmabgabe. Auch Ministerpräsident Seehofer hat bereits gewählt: Er gab seine Stimme am Vormittag in Begleitung seiner Frau Karin und seiner Tochter Susanne in Ingolstadt ab.