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Obama vertraut der Raumfahrt auch nach «SpaceShipTwo»-Absturz

Obama vertraut der Raumfahrt auch nach «SpaceShipTwo»-Absturz
Obama vertraut der Raumfahrt auch nach «SpaceShipTwo»-Absturz
Michael Nelson

Auch nach dem tödlichen Absturz des Raumflugzeugs «SpaceShipTwo» hat US-Präsident Barack Obama Vertrauen in die amerikanischen Raumfahrtprogramme und die unterstützende Privatindustrie.

Die USA befänden sich weiter auf einem ehrgeizigen und nachhaltigen Weg, den Weltraum zu erforschen, sagte Obamas Sprecher Josh Earnest. Die kommerzielle Raumfahrtindustrie habe dem Land deutliche Vorteile verschafft. Obama sei trotz der jüngsten Rückschläge optimistisch und glaube daran, dass sich die Investitionen in die Raumfahrt lohnten.

Unter Obama wurden Teile der Programme der Raumfahrtbehörde Nasa privatisiert. Die von der Orbital Sciences Corporation gebauten «Cygnus»-Transporter koppelten erstmals 2013 an die Raumstation ISS an. Auch der «Dragon»-Raumtransporter der Firma SpaceX bringt Ladung ins All und soll künftig ebenso Astronauten zur Raumstation bringen. Die Nasa wandte sich der Entwicklung von Raumfahrzeugen mit höherer Reichweite zu.

Ernest sagte, die private Raumfahrtindustrie habe positive Auswirkungen auf die Wirtschaft und verwies auf die daraus hervorgegangenen Produkte und die Bedeutung des Wettbewerbs zwischen den Unternehmen.

Die private Raumfahrt erlitt einen heftigen Rückschlag, als vergangene Woche eine Rakete mit dem Orbital-Sciences-Frachter «Cygnus» auf dem Weg zur ISS kurz nach dem Start in Virginia explodierte. Der tödliche Unfall von «SpaceShipTwo» am Freitag weckte weitere schwere Zweifel an der Sicherheit privater Raumflugzeuge.

Der Copilot des «SpaceShipTwo» hatte einen Entriegelungshebel für die Bremse zu früh gelöst. Ob dies die Ursache für den Unfall war, steht noch nicht fest. Das Unternehmen Virgin Galactic kündigte an, weiterhin an einem zweiten «SpaceShipTwo» zu arbeiten, das bislang zu 65 Prozent fertiggestellt sei.