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Papst wäscht Häftlingen die Füße

Mit einer Messe und einer Fußwaschung in einem Gefängnis beginnen am heutigen Gründonnerstag für Papst Franziskus die Feierlichkeiten zum Osterfest im Vatikan.

An seinem dritten Osterfest als Pontifex wartet ein volles Programm auf den 78 Jahre alten Argentinier. Bis Ostersonntag sind im Vatikan zahlreiche Messen und Feiern geplant. Hunderttausende Touristen und Pilger werden zu den katholischen Feierlichkeiten zu einem der Höhepunkte im kirchlichen Jahr in der italienischen Hauptstadt erwartet.

Den Osterfeierlichkeiten voraus geht am Gründonnerstag traditionell die Chrisam-Messe im Petersdom, bei der die Heiligen Salbungsöle geweiht werden. Am Donnerstagabend trifft der Papst im größten römischen Gefängnis Rebibbia Häftlinge zu einer Abendmahlmesse und wird einigen von ihnen die Füße waschen, in Erinnerung an die Demutsgeste Jesu beim letzten Abendmahl. Nach seinem Amtsantritt hatte Franziskus mit dem Brauch seiner Vorgänger gebrochen, Priestern die Füße zu waschen. Vergangenes Jahr traf er Kranke und Behinderte.

Am Karfreitag leitet der Papst die Feier vom Leiden und Sterben Christi im Petersdom. Höhepunkt der Feierlichkeiten an diesem Tag ist traditionell der Kreuzweg am Kolosseum, mit dem das Oberhaupt der katholischen Kirche an den Leidensweg Christi erinnert. Die Texte für die 14 Stationen Jesu bis zum Kreuz hat in diesem Jahr der emeritierte italienische Bischof Renato Corti verfasst. Auch ein Gebet für die Familiensynode im Vatikan ist im Text enthalten.

Nach der Osternachtfeier am Samstag folgt am Sonntag als Schlusspunkt die Messe zur Auferstehung Christi. Dabei spendet der Papst wie immer den Segen «Urbi et Orbi» (der Stadt und dem Erdkreis). Zehntausende Menschen auf dem Petersplatz in Rom und weltweit Millionen Fernsehzuschauer verfolgen jedes Jahr das Ereignis.