Unsere Themenseiten

Lisicki und Beck verpassen Achtelfinale in Paris

Sabine Lisicki und Annika Beck haben bei den French Open den Einzug ins Achtelfinale verpasst. Lisicki verlor am Freitag in Paris gegen die Tschechin Lucie Safarova mit 3:6, 6:7 (2:7).

Beck musste sich Jelina Switolina aus der Ukraine mit 3:6, 6:2, 4:6 geschlagen geben. Am Freitag stand zudem Angelique Kerber gegen die Spanierin Garbine Muguruza auf dem Tennis-Platz.

Lisicki erwischte auf Court 2 im Stade Roland Garros einen ganz schlechten Start und musste gleich ihr erstes Aufschlagspiel abgeben. Die Berlinern wirkte anfangs etwas unkonzentriert und hatte zudem einige Schwierigkeiten mit ihrem Service, sonst ihre stärkste Waffe. Nach 40 Minuten sicherte sich Safarova den ersten Durchgang.

Doch dann wachte Lisicki endlich auf. Zum 2:1 gelang der 25-Jährigen das ersehnte Break, mit einem lauten «Komm' jetzt», feuerte sich die Fed-Cup-Spielerin selbst an. In der Folgezeit bestimmte Lisicki die Partie, endlich kamen ihr Aufschlag und die druckvolle Vorhand.

Beim Stand von 5:3 vergab sie beim Service der Tschechin einen Satzball, schlug dann aber selbst zum Satzgewinn auf. Aber Lisicki konnte einen weiteren Versuch nicht nutzen und gab wenig später ihr Service ab. Die Entscheidung fiel kurz darauf im Tiebreak, den die Nummer 19 der Welt klar mit 2:7 abgab. Nach 1:32 Stunden verwandelte Safarova ihren ersten Matchball. Lisicki muss damit weiter auf ihren ersten Achtelfinal-Einzug in Paris warten.

Beck hatte zuvor ebenfalls beste Gelegenheiten, erstmals die dritte Runde bei ihrem Lieblingsturnier zu überstehen. Nach schwachem Beginn drehte die 21 Jahre alte Bonnerin die Partie gegen die an Nummer 19 gesetzte Switolina. Im dritten Durchgang lag die Rheinländerin sogar ein Break vorne, verfiel dann aber wieder in ihr etwas zu defensives Spiel, so dass der Ukrainerin doch noch die Wende gelang.

«Natürlich bin ich im ersten Moment enttäuscht», sagte Beck, die erstmals bei einem Grand-Slam-Turnier überhaupt die zweite Runde überstanden hatte. «Aber ich werde das Positive mitnehmen und kann das Turnier erhobenen Hauptes verlassen», sagte Beck. Nach ihrem bislang schwachen Jahr konnte sich die auf Platz 83 abgerutschte Beck immerhin etwas Selbstvertrauen holen. «Ich bin mit zehn Prozent Zuversicht gekommen, jetzt fahre ich mit 80, 90 Prozent.»