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Parlamentswahl in Argentinien verläuft ohne Zwischenfälle

In Argentinien verläuft die Parlamentswahl nach Angaben des Innenministeriums bislang ohne Zwischenfälle. Rund 30,6 Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen, die Hälfte der Abgeordneten und ein Drittel der Senatoren zu wählen.

Die Regierungskoalition Frente para la Victoria (FPV - Front für den Sieg) muss nach letzten Umfragen mit einer Wahlschlappe rechnen. Sie wird voraussichtlich nur knapp 30 Prozent der Stimmen gewinnen. Vor zwei Jahren hatte Staatschefin Cristina Fernández de Kirchner bei ihrer Wiederwahl noch 54,1 Prozent der Stimmen erhalten. Die Opposition geht gespalten in die Wahl.

Die Präsidentin konnte ihre Stimme nicht abgeben, weil sie nach einer Operation nicht in ihren Heimatort fliegen durfte. Sie erholt sich in ihrer Residenz in Buenos Aires von einem erfolgreichen Eingriff nach einer Hirnhautblutung. Kirchner konnte deshalb zuletzt auch nicht mehr am Wahlkampf teilnehmen.

Es werden 127 Sitze im Abgeordnetenhaus und 24 im Senat neu vergeben. Die übrigen Abgeordneten und Senatoren werden erst 2015 und 2017 neu gewählt. Rund 30,6 Millionen Menschen sind wahlberechtigt, unter ihnen zum ersten Mal auch knapp 600 000 Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren. In Argentinien gilt Wahlpflicht für Bürger zwischen 18 und 70 Jahren.