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Pokal: Hertha und 96 blamieren sich - Werder weiter

Pokal: Hertha und 96 blamieren sich - Werder weiter
Pokal: Hertha und 96 blamieren sich - Werder weiter
Oliver Krato

Die Fußball-Bundesligisten Hertha BSC und Hannover 96 haben sich in der 2. Runde des DFB-Pokals blamiert. Die Hauptstädter unterlagen bei Drittligist Arminia Bielefeld mit 2:4 (0:0) nach Elfmeterschießen. Hannover verlor überraschend 0:2 (0:1) beim Zweitliga-Vorletzten VfR Aalen.

Werder Bremen bescherte seinem neuen Trainer Viktor Skripnik hingegen ein erfolgreiches Debüt. Der Tabellen-Letzte der Bundesliga gewann beim Drittligisten Chemnitzer FC 2:0 (1:0) und zog ins Achtelfinale ein. Für eine Pokalüberraschung sorgten auch die Offenbacher Kickers, die durch den 1:0 (0:0)-Sieg Zweitligist Karlsruher SC ausschalteten.

Die Bielefelder vergaben in der Anfangsphase vor 23 890 Zuschauern auf der Alm gegen den Favoriten aus der Hauptstadt zwei gute Kopfball-Chancen. Der Drittliga-Spitzenreiter blieb gegen schwache Berliner das bessere Team. Im zweiten Abschnitt hatte die Hertha weiter große Probleme gegen die kompakt stehenden Ostwestfalen. Nach einer ebenfalls torlosen Verlängerung parierte Bielefelds Torhüter Alexander Schwolow die Hertha-Elfmeter von Julian Schieber und Sandro Wagner.

Als Hannover die Partie vor 5448 Zuschauern in Aalen langsam in den Begriff bekam, ging der Zweitliga-Vorletzte mit 1:0 in Führung (24.). Hannovers Ceyhun Gülselam verlängerte eine scharfe Hereingabe ins eigene Tor. Kurz nach der Pause markierte Michael Klauß im Anschluss an eine gelungenen Kombination das 2:0 für die Aalener (59.). Selbst nach dem Rückstand gelang es 96 nicht, das Tor des Zweitligisten in Gefahr zu bringen. Hannovers Vereinschef Martin Kind klagte: «Man hat gesehen, dass jede Motivation und jede Einstellung gefehlt hat.»

Der Drittliga-Vierte aus Chemnitz hatte vor 8000 Zuschauern im ausverkauften Stadion an der Gellertstraße bereits in der 4. Minute durch Reagy Ofosu die große Chance zur Führung. Später hämmerte der Chemnitzer Kapitän Anton Fink aus 17 Metern den Ball an den Pfosten des Bremer Tores. Den ersten Treffer erzielte jedoch Werder: Fin Bartels traf per Heber mit seinem ersten Pokaltor zum 0:1 (31.). Kurz nach der Pause erhöhte Stürmer Franco di Santo für den Bundesligisten (49.) - das reichte. «Ich bin sehr froh über diesen sehr wichtigen Sieg. Er war nicht nur verdient, sondern auch souverän herausgespielt», sagte der neue Coach Skripnik.

Offenbach ließ in der wegen des starken Zuschauerandrangs 15 Minuten später angepfiffenen Partie keinen Klassenunterschied zum Zweitligisten aus Karlsruhe erkennen. Nach einer torlosen ersten Hälfte ging der Viertligist vor 16 100 Besuchern am Bieberer Berg durch Benjamin Pinto in Führung (63.). Von den Fans frenetisch angefeuert, brachte der Tabellenführer der Regionalliga Südwest den Vorsprung über die Zeit.