AUCH ZUSAGEN AN EMIRATE

Pompeo sichert Israel weiter militärischen Vorsprung zu

Die USA wollen Israel auch weiter militärisch unterstützen, um dessen militärische Vorherrschaft im Nahen Osten zu untermauern. US-Außenminister Pompeo sagt auch den Vereinigten Arabischen Emiraten entsprechende Ausrüstung zu.
dpa
US-Außenminister Pompeo in Israel
Mike Pompeo (l-r, vorne), Außenminister der USA, und Benjamin Netanjahu, Ministerpräsident von Israel, vor ihrer gemeinsamen Pressekonferenz. Foto: Debbie Hill/Pool UPI/AP/dpa
Jerusalem.

US-Außenminister Mike Pompeo hat Israel die Wahrung seines militärischen Vorsprungs in der Nahostregion zugesichert.

Gleichzeitig sagte Pompeo am Montag bei einem Treffen mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu in Jerusalem, man werde auch die Vereinigten Arabischen Emirate weiter militärisch unterstützen. „Wir werden weiter sicherstellen, dass wir ihnen die Ausrüstung liefern, die sie brauchen, um ihr Volk vor derselben Bedrohung zu beschützen: vor der Islamischen Republik Iran.” Er sei zuversichtlich, dass man parallel dazu die Verpflichtungen gegenüber Israel einhalten könne.

Israel und die Vereinigten Arabischen Emirate hatten sich zuletzt auf die Aufnahme diplomatischer Beziehungen geeinigt. Netanjahu sagte zu Berichten über eine heimliche Klausel über den Verkauf von hochmodernen F-35-Kampfjets der USA an die Emirate: „Dieser Deal enthielt keine israelische Zustimmung zu irgendeinem Waffendeal, mir ist nichts über einen vereinbarten Waffendeal bekannt.”

Israel hat solche Rüstungsgeschäfte stets abgelehnt – insbesondere, wenn sie Flugzeuge oder Drohnen betrafen. Es wollte verhindern, dass andere Länder in der Region eine ebenbürtige Luftwaffe erhalten.

Pompeo besucht in dieser Woche neben Israel auch den Sudan und die Golfstaaten. Er will der sudanesischen Übergangsregierung die Unterstützung der USA versichern und sich auch für eine Vertiefung der Beziehungen Israels zu Ländern in der Region einsetzen. Zuletzt hatte es Spekulationen über eine mögliche Annäherung zwischen dem Sudan und Israel gegeben.

Allerdings sagte Sudans designierter Außenminister Omar Kamar al-Din Ismail der Deutschen Presse-Agentur, Israel habe keine Schritte in Richtung einer Annäherung unternommen und man habe die Beziehung beider Länder jüngst innerhalb des Ministeriums „nicht besprochen”.

Netanjahu hatte gesagt, die Vereinbarung mit den Emiraten läute „eine neue Ära ein, und andere Staaten könnten sich anschließen”.

Nach dem Gespräch mit Netanjahu wollte der US-Außenminister auch seinen Amtskollegen Gabi Aschkenasi sowie Verteidigungsminister Benny Gantz vom Mitte-Bündnis Blau-Weiß treffen.

Aus Khartum will Pompeo zu Gesprächen nach Bahrain weiterreisen, bevor er seine Reise in den Vereinigten Arabischen Emiraten abschließt. Die USA nahmen bei der jüngsten Einigung zwischen Israel und den Emiraten eine Vermittlerrolle ein. Pompeos Reise soll von Sonntag bis Freitag dauern.

© dpa-infocom, dpa:200824-99-286839/3

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