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Fall Elias: Flüsschen wird durchkämmt

Auf der Suche nach dem vermissten sechsjährigen Elias aus Potsdam konzentriert sich die Polizei noch einmal auf das Flüsschen Nuthe. Ein Teil des Gewässers im Potsdamer Stadtteil Schlaatz wird jetzt ausgebaggert und der Schlamm untersucht. Zunächst wurde nichts gefunden.

Elias wurde am 8. Juli zuletzt auf einem Spielplatz gesehen. Seitdem ist er verschwunden. Die Arbeiten ziehen sich wahrscheinlich noch bis Freitag hin, wie ein Polizeisprecher sagte. Zuvor hatten an der Stelle Hunde angeschlagen, die auch Leichen aufspüren können. Das müsse aber nicht heißen, dass es um Elias gehe, hatte der Sprecher gesagt.

Die Zahl der Hinweise stieg weiter, mittlerweile gingen mehr als 500 ein, wie der Polizeisprecher sagte. Am Mittwochabend war in der ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY... ungelöst» auf den Fall hingewiesen worden. Nach der Ausstrahlung habe es etwa doppelt so viele Hinweise wie sonst in der Nacht gegeben.

Nach dem Verschwinden von Elias hatte sich die Polizei zunächst bei ihrer Suche auf die Möglichkeit eines Unglücks konzentriert: Der Junge könnte in die Nuthe oder in einen Heizungsschacht gestürzt sein, war die Überlegung. Aber auch ein Verbrechen wird von den Ermittlern mittlerweile ausdrücklich nicht ausgeschlossen. Für wenig wahrscheinlich hält es die Polizei, dass der Junge ausgerissen ist.

Die Ermittler stehen auch im Kontakt mit ihren Kollegen aus Sachsen-Anhalt. Anfang Mai verschwand dort die fünfjährige Inga in der Nähe von Stendal, mehr als 100 Kilometer von der brandenburgischen Landeshauptstadt entfernt.