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Praemium Imperiale für Komponisten Arvo Pärt

Praemium Imperiale für Komponisten Arvo Pärt
Praemium Imperiale für Komponisten Arvo Pärt
Franck Robichon

Der japanische Prinz Hitachi hat dem estnischen Komponisten Arvo Pärt sowie vier weiteren Künstlern am Mittwoch in Tokio den wichtigsten internationalen Kunstpreis, den japanischen «Praemium Imperiale Award», verliehen.

Der jüngere Bruder des japanischen Kaisers Akihito überreichte die Auszeichnungen feierlich in Anwesenheit zahlreicher geladener Gäste des öffentlichen Lebens in der Meiji-Gedächtnishalle. Der Preis, gestiftet von der Japanischen Kunst-Vereinigung (Japanese Art Association), ist für jeden Preisträger mit 15 Millionen Yen (110 000 Euro) dotiert und wird von den Organisatoren auch als «Nobelpreis der Künste» apostrophiert.

Mit Pärt ist erstmals ein estnischer Künstler gewürdigt worden. Er ist einer der meist aufgeführten Komponisten zeitgenössischer Musik. Sein Werk zeichne sich durch eine mächtige spirituelle Aura aus, befand die Jury. Weltweit bewunderten Musiker verschiedenster Genres seine «einzigartigen Klangwelten».

Erstmals erhielt auch ein afrikanischer Künstler die begehrte Auszeichnung, der Dramatiker Athol Fugard aus Südafrika. Die Preisrichter hoben besonders sein Engagement gegen Vorurteile, Armut und Ungerechtigkeit hervor. Weitere Preisträger sind der französische Maler Martial Raysse, der italienische Bildhauer Giuseppe Penone und US-Architekt Steven Holl.

Ein mit gut 36 000 Euro dotierter Nachwuchspreis ging zudem an die Fondation Zinsou aus Benin. Anliegen der Stiftung ist es, Menschen den freien Zugang zu Kunst zu ermöglichen und afrikanische Kulturprojekte zu fördern. Mit dem Praemium Imperiale werden seit 26 Jahren Künstler geehrt, die sich international etabliert haben.

Bei der Auswahl stützt sich die Japan Art Association auf die Vorschläge von Nominierungskomitees in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan und den USA. Seit Bestehen des Praemium Imperiale wurden bisher 129 Künstler geehrt, im vergangenen Jahr unter anderem Regie-Altmeister Francis Ford Coppola, Startenor Plácido Domingo und der britische Architekt David Chipperfield.