TOOL-TIPPS

Präsentieren wie ein Profi

Fakten prägnant zusammengefasst und mit Bildern oder Grafiken ergänzt: Präsentationen sollen ein Thema vermitteln und die Zuhörer bei der Stange halten. Damit das gelingt, spielt das genutzte Programm eine zentrale Rolle.
dpa
Gutes Präsentieren
Kein guter Vortrag ohne guten Vortragenden: Software hilft zwar beim Erstellen der Präsentation, nimmt einem das Präsentieren aber nicht ab. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn
Illustrationen, Diagrammen oder Fotos
Schaut, so sieht das aus: Mit Illustrationen, Diagrammen oder Fotos lassen sich Fakten in einer Präsentation anschaulich vermitteln. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Andreas Weck
Andreas Weck ist Redakteur beim Fachmagazin „t3n”. Foto: Johannes Schuba/t3n/dpa-tmn
Dorothee Wiegand
Dorothee Wiegand ist Redakteurin bei der Fachzeitschrift „c't”. Foto: Heise Medien/dpa-tmn
Peter Claus Lamprecht
Peter Claus Lamprecht bietet Beratungen rund um Präsentationen an und hat ein Sachbuch zu diesem Thema geschrieben. Foto: Rolf Otzipka/dpa-tmn
Berlin.

Die Klassiker sind Powerpoint von Microsoft und
von Apple, das es sowohl für iOS als auch macOS kostenlos gibt.
kann man als abgespeckte Browser-App auch gratis verwenden – man muss sich aber ein Nutzerkonto anlegen. Die Vollversion ist kostenpflichtig und gibt es beispielsweise im Office-Paket von Microsoft. Keynote Powerpoint

Eine Alternative für die feste Installation auf dem Computer ist
aus der quelloffenen Bürosoftware Libre Office. Webbasiert funktioniert wiederum die Anwendung
. Sie eigne sich gut für die Arbeit im Team, sagt Dorothee Wiegand von der Fachzeitschrift „c't”. Das Programm stelle den Bearbeitungsverlauf dar und zeige auch, wer was geändert hat. Impress Google Präsentationen

Eine große Fläche statt vieler Folien

Auch der Web-Dienst
hat sich etabliert. Im Unterschied zu klassischen Präsentation, wo Folie auf Folie folgt, arbeitet man in diesem in seiner Basisversion kostenfreien Programm gewissermaßen auf einer einzigen, sehr großen Arbeitsfläche. Prezi

Bei Prezi könne man mit seinen Zuschauern ein Gespräch führen und dabei immer genau das auf dem Bildschirm vergrößert darstellen, was gerade relevant ist, erläutert Berater und Sachbuchautor Peter Claus Lamprecht. Dabei müsse man keine bestimmte Reihenfolge einhalten, da sich alle Inhalte intuitiv beliebig auswählen ließen. Diese Form bietet sich etwa für die Präsentation über das Leitbild eines Start-ups oder für Referate in Schule oder Uni an.

Auch sonst tummeln sich im Netz zahlreiche Präsentations-Dienste. „Natürlich sind diese Programme im Vergleich zu Desktop-Apps in der Regel etwas ärmer an Funktionen. Häufig lassen sie auch nicht mehrere Bearbeiter zu”, sagt Andreas Weck vom Digitalmagazin „t3n”.

Auch für Entwickler gibt es passende Programme

Das kostenpflichtige Programm Slides eignet sich insbesondere für Entwickler. Hier gibt es spezielle Funktionen zum Präsentieren von Programmcodes. Der Dienst
eignet sich bestens dafür, in kurzer Zeit besonders schicke Präsentationen zusammenzustellen, da der Fokus auf einem ansprechenden Design liegt. Die Software
empfiehlt sich für Anwender, die komplexe Daten wie Diagramme, Infografiken oder Timelines präsentieren möchten. Haiku Deck Venngage

Neben der Online-Version von Powerpoint bietet Microsoft noch die Web-Anwendung
. Eine Stärke des Programms ist das Storytelling: Fotos und Texte lassen sich leicht zu ansprechenden Reiseberichten, Newslettern und Ähnlichem bauen. Sway

Klares Schema und wenig Text

Am Ende ist die Software aber nur die halbe Miete. Wichtig ist eine klare Struktur aus Einleitung, Hauptteil und Schluss. Andreas Weck erläutert: „In der Einleitung ist es immer ratsam, das Thema so eingängig wie möglich zu schildern.” Dafür biete sich das Schema „Situation, Problem und Frage” hervorragend an. Im Hauptteil wird die aufgeworfene Frage ausführlich beantwortet, während der Schluss nochmal auf die Kernthese verweist.

Grundsätzlich sollten Präsentationen wenig Text enthalten. Sonst droht die Gefahr, dass die Anwesenden zu sehr mit Lesen beschäftigt sind und gar nicht mehr zuhören. Die Folien dienten nur der visuellen Aufbereitung, verdeutlicht Weck. Bilder können das unterstützen und im besten Fall inhaltlichen Mehrwert bieten.

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