Probleme bei Regierungsfliegern: Scholz nimmt kleinere A321

Airbus A340 „Konrad Adenauer”
Der A340 „Konrad Adenauer” der Luftwaffe muss ersteinmal am Boden bleiben. Finanzminister Scholz fliegt mit einer kleineren A321 zur Tagung des IWF nach Washington. Foto: Ralf Hirschberger

– Bundesfinanzminister Olaf Scholz muss angesichts von Problemen bei den Regierungsfliegern mit einer kleineren Maschine vorlieb nehmen. Der SPD-Politiker wollte heute eigentlich mit einer großen A340-Maschine zur Tagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) nach Washington fliegen.

Er muss aber nun eine kleinere A321 nehmen mit einem Tankstopp in Island. Scholz wollte eigentlich mit dem größeren Regierungsflieger «Konrad Adenauer» in die USA reisen. Dieser bleibt aber nach einem erneuten Reifenproblem bei einer Landung vorerst am Boden. Die Maschine sei erst einmal aus dem Verkehr gezogen worden, bis die Analyse des Vorfalls abgeschlossen sei, hatte ein Sprecher der Luftwaffe am Mittwoch gesagt.

Nach seinen Angaben war bei der Landung des Airbus A340 auf dem Flughafen Köln/Bonn am Dienstagnachmittag ein Reifen geplatzt. Dem Sprecher zufolge hatte sich die «Konrad Adenauer» auf einem Funktionstestflug befunden. An Bord seien neben der Crew noch Techniker gewesen.

Die «Konrad Adenauer» hatte bereits am 1. April bei ihrem ersten Dienstflug nach einer viermonatigen Generalüberholung eine Reifenpanne gehabt. Nach neunstündigem Flug von Berlin nach New York mit Außenminister Heiko Maas (SPD) an Bord verlor bei der Landung ein Reifen Luft, der Airbus konnte nicht selbstständig zur Parkposition kommen und musste dorthin geschleppt werden.

Auch Scholz war bereits von den Problemen bei den Regierungsfliegern betroffen. Im vergangenen Oktober hatte er wegen einer kaputten Maschine bei seiner Rückreise von der IWF-Tagung in Indonesien umplanen müssen. Sein Airbus «Konrad Adenauer» wurde ein Opfer von Nagetieren, die offensichtlich Elektrokabel durchgebissen hatten. Scholz wurde kurzfristig auf einen Linienflug umgebucht.