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Protest gegen Pegida-Kundgebung mit Islamgegner Wilders

Der Auftritt des niederländischen Islamgegners Geert Wilders bei der Pegida-Kundgebung in Dresden stößt auf breiten Protest. SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi sagte, damit offenbarten die Organisatoren ihre rechtspopulistische Gesinnung.

Der Vizepräsident des EU-Parlaments, Alexander Graf Lambsdorff (FDP), sagte: «Die Bewegung zeigt damit ihr wahres Gesicht: intolerant, ausländerfeindlich, islamophob.»

Wilders sollte nachmittags auftreten. Die selbst ernannten «Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes» (Pegida) erwarteten dazu bis zu 30 000 Teilnehmer.

Auch die drei Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl in Dresden verurteilten den Auftritt. Mit der Einladung hätten die Organisatoren eine Grenze überschritten, sagten Markus Ulbig (CDU), Eva-Maria Stange (SPD) und Dirk Hilbert (FDP).

«Ausländerfeinde haben in unserer Stadt keinen Platz», sagte der amtierende Oberbürgermeister Hilbert. Er wolle alles tun, damit Dresden nicht zu einem Wallfahrtsort für Rechte werde.

Das Verwaltungsgericht Dresden entschied wenige Stunden vor Beginn der Kundgebung, dass gegen den Auftritt des Rechtspopulisten nicht in Sicht- und Hörweite protestiert werden darf. Es lehnte damit einen Eilantrag des Bündnisses «Dresden Nazifrei» ab.

Die Polizei war mit mehr als 1000 Beamten im Einsatz. Bereits am Vormittag hatte sie das Kundgebungsgelände weiträumig abgesperrt.