WOHL FREMDENFEINDLICHE MOTIVE

Prozess um Amokfahrt von Bottrop beginnt

Vor dem Essener Schwurgericht beginnt heute der Prozess um die Amokfahrt von Bottrop an Silvester. Der Fahrer wollte nach Angaben der Staatsanwaltschaft aus fremdenfeindlichen Motiven bewusst Menschen überfahren.
dpa
Prozess um Amokfahrt in der Silversternacht in Bottrop
Der Angeklagte vor dem Essener Schwurgericht: Der 50-jährige Deutsche soll mit seinem Auto in der Silvesternacht 2018/2019 gezielt auf Menschengruppen zugefahren sein. Foto: Oliver Berg
Essen.

Der 50-jährige Deutsche soll mit seinem Auto in der Silvesternacht 2018/2019 gezielt auf Menschengruppen zugefahren sein, die aus seiner Sicht einen Migrationshintergrund hatten. Dabei waren in Bottrop und Essen 14 Menschen verletzt worden, einer davon schwer.

Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft lautet auf Mordversuch. Eine Bestrafung droht dem Autofahrer aber nicht. Er gilt als psychisch krank und schuldunfähig. Die Richter müssen jedoch prüfen, ob der Mann aus Essen in der geschlossenen Psychiatrie untergebracht werden muss.

Die erste Attacke in der Neujahrsnacht soll sich eine halbe Stunde vor Mitternacht ereignet haben, die letzte eine Dreiviertelstunde später.

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