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Präsident des Bundesamtes für IT-Sicherheit sieht NSA als Partner

Der Präsident des Bundesamtes für IT-Sicherheit (BSI), Michael Hange, sieht den amerikanischen Geheimdienst NSA als «Schlüsselpartner» seiner Behörde.

«Wir arbeiten zusammen in der Prävention für die IT-Sicherheit, aber nicht in deren nachrichtendienstlichem Geschäft», sagte Hange der «Stuttgarter Zeitung» (Freitag).

Deutschland sei die erste Industrienation gewesen, die 1991 den staatlichen Schutz der Informationswege einer zivilen Behörde, dem BSI, anvertraut und die Fernmeldeaufklärung dem BND überlassen habe. In den USA aber seien beide Aufgaben noch gebündelt beim NSA. In der Begriffswelt der 28 Nato-Staaten seien NSA und BSI die «nationalen Kommunikations-Sicherheitsbehörden».

Wenn es um die interne Nato-Kommunikation oder um den verschlüsselten Austausch der Bundeswehr mit den US-Streitkräften in Afghanistan gehe, müsse das BSI beispielsweise mit der NSA sprechen und verhandeln, erläuterte Hange. Was den Schutz der Bundesregierung anbelangt, ließ er Distanz zu Nato-Partnern erkennen: «Wir haben gemeinsame Ziele in der Nato, aber zum Schutz unserer Regierung setzen wir nur national geprüfte Sicherheitsprodukte ein.» Der US-Geheimdienst NSA ist wegen weltweiter Datenausspähung seit Wochen in den Schlagzeilen.