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Reeperbahnfestival zieht positive Bilanz

Reeperbahnfestival zieht positive Bilanz
Reeperbahnfestival zieht positive Bilanz
Angelika Warmuth

Geheimshow von Casper, Konzertpremiere für Gloria und eine internationale Expertenkonferenz: Zum Abschluss des Hamburger Reeperbahnfestival haben die Organisatoren eine positive Bilanz gezogen. «Wir haben das, was wir uns quantitativ vorgenommen haben erreicht«, sagte Festivalchef Alexander Schulz.

Er ging davon aus, dass mit der Abendkasse am Samstag das erwartete Ziel von 28 000 Besuchern erreicht werde. Etwas mehr als 3000 Medienvertreter und Branchenvertreter kamen auf die begleitende Konferenz, bei der neben der Musik auch Themen wie Games, Mobile oder Social Media auf dem Programm standen.

Das Festivalprogramm war in diesem Jahr mit mehr als 300 Bands und Einzelkünstlern aus rund 30 Nationen, die in Dutzenden Bars, Theatern und Kiez-Clubs auftraten, noch einmal gewachsen.

Casper gab in der Nacht zum Freitag eine schweißtreibende Geheimshow im Grünspan. Die Band Gloria mit Moderator Klaas Heufer-Umlauf spielte fast zeitgleich ihr erstes Konzert in den Fliegenden Bauten.

Zudem gab es viele unbekanntere Künstler zu entdecken, wie etwa das norwegische Electro-Duo Lemâitre, den britischen Rapper Ghostpoet oder den gebürtigen Wiener Left Boy. Ein Heimspiel war der Auftritt von Kettcar in der Nacht zum Samstag im proppevollen Docks.

Tradition auf dem Festival haben mittlerweile die Shows von Ray Cokes. Das MTV-Urgestein lädt seine Lieblingskünstler immer nachmittags zu Unplugged-Auftritten ins Schmidt Theater.

Die Expertenkonferenz wurde von Kinderbuchautorin Cornelia Funke eröffnet, die einen Vortrag über digitale Erzählformen hielt. Erstmals wurde in diesem Jahr der Festivalpreis Helga verliehen. Eine 45-köpfige Jury kürte etwa das Nature One (Rheinland-Pfalz) zum «Besten Festival International». Das Haldern Pop gewann in den Kategorien «Feinstes Booking» und «Schönster Zeltplatz».

Zudem gab es Dutzende Konferenzen und Diskussionsrunden sowie einen Start-up-Wettbewerb. Im Kunst-Programm wurden Ausstellungen, Lesungen oder Street-Art-Spaziergänge durch St. Pauli angeboten.

Inspiriert vom South-By-Southwest-Festival im texanischen Austin ging das Spektakel erstmals 2006 über die Bühne. Bei der Eröffnung am Mittwoch unterstrich Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) die Bedeutung der «Leuchtturmveranstaltung», die auch in diesem Jahr mit 200 000 Euro aus dem Bundeshaushalt unterstützt wurde.